Ministerin Steffens: Mit strukturiertem Tagesablauf verkraften Demenzerkrankte den Krankenhausaufenthalt besser

17. Mai 2013

Ministerin Steffens: Mit strukturiertem Tagesablauf verkraften Demenzerkrankte den Krankenhausaufenthalt besser / Ministerium veröffentlicht wissenschaftliche Auswertung

Wenn in Krankenhäusern die Abläufe und die Räume stärker nach den Bedürfnissen älterer und an Demenz erkrankter Patientinnen und Patienten gestaltet werden, verkraften diese einen stationären Aufenthalt besser. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene wissenschaftliche Auswertung des tagesstrukturierenden Angebots „Teekesselchen“ der Gesellschaft für Soziale Projekte GSP, das am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke durchgeführt wurde. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter hat nun den Bericht des Instituts für Pflegewissenschaften an der Universität Bielefeld veröffentlicht. Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben die Wirkung des „Teekesselchen“-Models untersucht, bei dem älteren und an Demenz erkrankten Patientinnen und Patienten ein räumlich, zeitlich und personell auf Kontinuität und Stabilität ausgerichtetes Angebot der Tagesbetreuung unterbreitet wurde.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Wenn in Krankenhäusern die Abläufe und die Räume stärker nach den Bedürfnissen älterer und an Demenz erkrankter Patientinnen und Patienten gestaltet werden, verkraften diese einen stationären Aufenthalt besser. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene wissenschaftliche Auswertung des tagesstrukturierenden Angebots „Teekesselchen“ der Gesellschaft für Soziale Projekte GSP, das am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke durchgeführt wurde. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter hat nun den Bericht des Instituts für Pflegewissenschaften an der Universität Bielefeld veröffentlicht.

„Der Erfolg des ‚Teekesselchen‘-Konzepts macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Krankenhäuser sich auf die speziellen Bedürfnisse älterer Patienten einstellen“, erklärte Ministerin Steffens in Düsseldorf. „Insbesondere für ältere und demente Patientinnen und Patienten kann ein Krankenhausaufenthalt extrem belastend sein. Mit den standardisierten Abläufen auf den Stationen, der fremden Umgebung und den wechselnden Personen kommen sie meist nur schwer zurecht. Das Risiko einer Zunahme von Aufmerksamkeits- und Bewusstseinsstörungen kann nur deutlich gesenkt werden, wenn die Strukturen stärker nach den individuellen Bedürfnissen dieses Personenkreises ausgerichtet werden“, so Steffens weiter.

Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben die Wirkung des „Teekesselchen“-Models untersucht, bei dem älteren und an Demenz erkrankten Patientinnen und Patienten ein räumlich, zeitlich und personell auf Kontinuität und Stabilität ausgerichtetes Angebot der Tagesbetreuung unterbreitet wurde. In einem wie ein Wohnzimmer eingerichteten Raum betreuten eine spezialisierte Pflegekraft und freiwillige Helfer/innen die Patientinnen und Patienten, unterstützten sie bei der Nahrungsaufnahme und beim Trinken und gaben durch Angebote wie Vorlesen, Spiele und Gesang geistige Anregung und emotionale Sicherheit.

Die Broschüre „Die Tagesbetreuung kognitiv eingeschränkter Krankenhauspatientinnen und -patienten. Eine wissenschaftliche Auswertung“ (Publikationsnummer 117) kann auf www.mgepa.nrw.de/ministerium/service unter „Publikationen“ kostenlos bestellt und heruntergeladen werden. Telefonische Bestellungen sind unter 01803 100 110 möglich (bitte Publikationsnummer angeben).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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