Mentoring-Programme können wertvolle Hilfestellung leisten

19. Februar 2011

Ministerin Steffens: Mentoring-Programme können junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in ihrer Selbstbestimmung stärken

„Ich wünsche mir, dass mehr junge Frauen mit Migrationsgeschichte in den Beruf einsteigen. Mentoring-Programme können hier wertvolle Hilfestellung leisten", sagte Emanzipationsministerin Barbara Steffens im Rahmen des 2. Jahrestreffens des Mentoring-Projekts „Neue Wege in den Beruf" für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Zwei wichtige Faktoren für ein selbstbestimmtes Leben sind Bildung und Erwerbstätigkeit. Ich wünsche mir, dass mehr junge Frauen mit Migrationsgeschichte in den Beruf einsteigen. Viele von ihnen, auch gut qualifizierte bleiben beim Übergang in den Beruf häufig weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Mentoring-Programme können hier wertvolle Hilfestellung leisten", sagte die Emanzipationsministerin Barbara Steffens heute (19. Februar 2011) im Rahmen des 2. Jahrestreffens des Mentoring-Projekts „Neue Wege in den Beruf" für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Düsseldorf. 

Trotz besserer Schulabschlüsse haben junge Frauen mit Migrationsgeschichte größere Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden als junge Männer mit Migrationsgeschichte. Die Hälfte der jungen Frauen wird in nur fünf Berufen ausgebildet: Friseurin, medizinische Fachangestellte, Kauffrau im Einzelhandel, zahnmedizinische Fachangestellte oder Bürokauffrau. Das landesweite Projekt „Neue Wege in den Beruf" unterstützt jene Frauen durch individuelles Mentoring beim Übergang von der Schule in den Beruf und genießt bundesweite Anerkennung.

Aktuell werden rund 140 junge Frauen mit Migrationsgeschichte als Mentees von 137 Mentorinnen in 19 Städten für die Dauer eines Schuljahres bei der beruflichen Orientierung begleitet. Die Mentees profitieren in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, lernen ihre Stärken und Schwächen besser einzuschätzen und erhalten Unterstützung bei der Berufsorientierung. Einige Erfolgsgeschichten werden im Rahmen des 2. Jahrestreffens vorgestellt. Alle Mentorinnen engagieren sich ehrenamtlich, einige von ihnen sind bereits zum wiederholten Male dabei.

„Von solchen Mentoring-Programmen profitieren nicht nur die jungen Frauen selbst, sondern die Gesellschaft insgesamt. Junge Frauen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß gefasst haben, sind wichtige Vorbilder für andere. Sie tragen so zum Gelingen von Integration bei", so Steffens. Die Ministerin begrüßt ausdrücklich, dass sich ehemalige Mentees als Multiplikatorinnen weiterhin für das Projekt engagieren: "Denn nichts wirkt so motivierend und ermutigend, wie die positiven Erfahrungen derjenigen, die in einer früheren Projektphase bereits mit Erfolg teilgenommen haben."

Erstmalig wird in diesem Jahr ein Weiterbildungsprogramm für ehemalige Mentees angeboten. Ziel ist es, ein Netzwerk der Ehemaligen zu entwickeln, das aktiv in das aktuelle Programmgeschehen eingebunden werden soll. Themen des Weiterbildungsprogramms sind Rhetorik und Körpersprache, Präsentationstechniken, Lerntechniken und Businessetikette.

Das Projekt „Neue Wege in den Beruf" wird für den Zeitraum von 2009 bis 2011 mit Mitteln in Höhe von rund einer Million Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Emanzipationsministerium gefördert. Projektträger ist das Zentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT), Castrop-Rauxel, das auch ein Begleitprogramm für Mentorinnen und Mentees durchführt und das Projekt evaluiert.

Projektpartner sind die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) mit ihrem besonderen Zugang zu jungen Frauen mit Migrationsgeschichte. Der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) hilft als Projektpartner aus der Wirtschaft dabei, Betriebe für junge Zugewanderte zu gewinnen. Mit ZONTA INTERNATIONAL und PETEK, Business-Netzwerk Migrantinnen, bestehen offizielle Kooperationen bei der Mentorinnengewinnung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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