Ministerin Steffens: Menschen mit HIV/AIDS brauchen unsere Unterstützung

Porträtfoto Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
28. November 2014

Ministerin Steffens: Menschen mit HIV/AIDS brauchen unsere Unterstützung

Nach neuesten Schätzungen des Robert Koch-Instituts leben etwa 18.000 Menschen mit HIV/AIDS in Nordrhein-Westfalen. Etwa 660 Personen haben sich im letzten Jahr neu mit dem HI-Virus angesteckt (2012: rund 750).

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Nach neuesten Schätzungen des Robert Koch-Instituts leben etwa 18.000 Menschen mit HIV/AIDS in Nordrhein-Westfalen. Etwa 660 Personen haben sich im letzten Jahr neu mit dem HI-Virus angesteckt (2012: rund 750). „Diese Menschen brauchen unsere Unterstützung. Angesichts dieser Zahlen und der immer noch weit verbreiteten Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV und AIDS bleibt auch die vorurteilsfreie AIDS-Aufklärung unverzichtbar“, erklärte Ministerin Steffens anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages in Düsseldorf. „Viel zu oft glauben Jugendliche immer noch fälschlicherweise, AIDS sei heilbar. Deshalb dürfen wir  bei der Aufklärung und Prävention nicht nachlassen“, so Steffens weiter.
 
Dank erfolgreicher Behandlungsmöglichkeiten hat sich die Lebensperspektive von HIV-Infizierten zwar deutlich verbessert. Die notwendige „Normalität“ im Umgang mit dieser chronischen Krankheit ist jedoch noch lange nicht erreicht. HIV und AIDS sind immer noch weitgehend ein gesellschaftliches Tabu. Mangelnde Kenntnisse und falsche Vorstellungen zu Übertragungswegen und Ansteckungsrisiken, aber auch Vorurteile im Zusammenhang mit einer unterschiedlichen sexuellen Orientierung führen auch heute noch dazu, dass Menschen auf Ablehnung stoßen, wenn sie sich zu ihrer HIV-Infektion bekennen.
 
„Wir brauchen einen offenen und vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema HIV und Sexualität in allen Lebensbereichen“, betonte die Ministerin. Im Kern geht es um die Förderung eines solidarischen und vorurteilsfreien Umgangs mit den betroffenen Menschen in ihren jeweiligen Lebenswelten. 
 
Das differenzierte und qualifizierte Beratungsangebot der AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter tragen maßgeblich dazu bei, unbegründete Ängste und Unsicherheiten abzubauen und ein persönliches Ansteckungsrisiko durch anonyme und kostenlose HIV-Testung abzuklären.
 
Mehr als zwei Drittel der HIV-positiven Menschen in NRW sind berufstätig. Für sie sind Ausgrenzung und berufliche Benachteiligungen Alltagsrealität, wenn sie sich dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen oder den Vorgesetzten anvertrauen. „Hier brauchen wir mehr Aufklärung und Unterstützung, um Menschen mit einer HIV-Infektion die uneingeschränkte Teilhabe auch am Arbeitsleben zu ermöglichen“, so die Ministerin. „Unser Ziel ist es, Netzwerke gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu knüpfen. Wir brauchen belastbare und tragfähige Bündnisse mit unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen aus allen Berufsfeldern, um nachhaltig erfolgreich zu sein“, so Steffens weiter. Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass sich der in diesem Jahr auf der Grundlage einer Empfehlung der Landeskommission AIDS zusammen mit dem Unternehmen ThyssenKrupp angestoßenen Informationsoffensive noch viele Unternehmen und Institutionen aus NRW als Bündnispartner anschließen werden.
 
Zur Förderung der Präventions- und Hilfeangebote im AIDS-Bereich stellt das Land rund 4,6 Millionen Euro zur Verfügung.

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