Mehr von Gewalt betroffene Frauen nehmen Hilfsangebote an

8. Mai 2012

Ministerin Steffens: Mehr von Gewalt betroffene Frauen nehmen Hilfsangebote an

Immer mehr von Gewalt betroffene Frauen in Nordrhein-Westfalen suchen Rat und Hilfe in einer Frauenberatungsstelle oder bei einem der Frauen-Notrufe. Das geht aus den jetzt vorliegenden Zahlen für 2010 hervor. Danach suchten rund 25.000 Frauen die Frauen-Notrufe und Frauenberatungsstellen auf, rund 850 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der einzelnen Beratungen stieg um rund 800 auf knapp 78.000.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Immer mehr von Gewalt betroffene Frauen in Nordrhein-Westfalen suchen Rat und Hilfe in einer Frauenberatungsstelle oder bei einem der Frauen-Notrufe. Das geht aus den jetzt vorliegenden Zahlen für 2010 hervor. Danach suchten rund 25.000 Frauen die Frauen-Notrufe und Frauenberatungsstellen auf, rund 850 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der einzelnen Beratungen stieg um rund 800 auf knapp 78.000.

„Auch wenn deutlich mehr Frauen die Unterstützungsangebote nutzen, gibt es leider immer noch zu viele, die davon keinen Gebrauch machen", erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Studien belegen, dass viele von Gewalt betroffene Frauen die Hilfsangebote gar nicht kennen oder erst spät von ihnen erfahren. Dabei ist frühzeitige professionelle Hilfe enorm wichtig zur Vermeidung nachhaltiger gesundheitlicher und psychischer Probleme, denn unbehandelt können Krankheit und Arbeitsunfähigkeit die Folgen von Gewalterfahrung sein. Deshalb ist es wichtig, immer wieder auf die Beratungseinrichtungen hinzuweisen und Frauen zu ermutigen, sich dort frühzeitig qualifizierte Hilfe zu holen", so die Ministerin weiter.

Gut ein Drittel aller in 2010 beratenen Frauen war zwischen 26 und 40 Jahren alt. Die häufigsten Problemfelder waren mit 40 Prozent physi­sche und psychische Gewalt sowie mit 22 Prozent sexualisierte Gewalt. Hinzu kommen Stalking mit 4 Prozent und Zwangsheirat mit 1 Prozent der Nennungen.

Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes vor zehn Jahren sind die Anforderungen an Frauenberatungseinrichtungen durch neue Themen­felder wie beispielsweise Zwangsheirat, Stalking oder K.O.-Tropfen so­wie durch gestiegene Beratungsfallzahlen in Fällen häuslicher Gewalt stetig gewachsen.

Frauen-Notrufe bieten psychosoziale Beratung, begleiten zu Ärztinnen und Ärzten, zur Polizei oder zur Gerichtsverhandlung. Allgemeine Frau­enberatungsstellen werden hingegen nicht nur von Frauen aufgesucht, die Gewalt erlitten haben. Sie beraten auch in Fragen von Trennung, Scheidung oder Essstörungen und führen kulturelle Veranstaltungen durch. Schwerpunktmäßig unterstützen sie jedoch Frauen, die physi­sche, psychische oder auch sexualisierte Gewalt erlitten haben.

Das Land unterstützte die derzeit 57 allgemeinen Frauenberatungsstel­len und 47 Frauen-Notrufe (Fraueninitiativen gegen sexualisierte Ge­walt) 2010 mit rund 4,85 Millionen Euro (2011: rund 5,77 Millionen Euro).

Informationen zu den Hilfeangeboten im Internet:
www.frauenberatungsstellen-nrw.de
www.frauennotrufe-nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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