Land unterstützt Pflegeheime beim Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit

2. Mai 2014

Ministerin Steffens: Land unterstützt Pflegeheime beim Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit – Abschiednehmen in Würde erleichtern

Mit Unterstützung des Landes sollen Pflegeeinrichtungen verstärkt in die Lage versetzt werden, Heimbewohnerinnen und -bewohnern eine Sterbebegleitung nach den Prinzipien der Hospizarbeit anzubieten: Würdevoll, selbstbestimmt und möglichst schmerzfrei. Dazu fördert das Land zwei Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung (kurz: ALPHA-Stellen): Für das Rheinland in Bonn, für Westfalen in Münster. Außerdem wird Pflegeeinrichtungen mit der neuen Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen - Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ ein schriftlicher Leitfaden angeboten.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit Unterstützung des Landes sollen Pflegeeinrichtungen verstärkt in die Lage versetzt werden, Heimbewohnerinnen und -bewohnern eine Sterbebegleitung nach den Prinzipien der Hospizarbeit anzubieten: Würdevoll, selbstbestimmt und möglichst schmerzfrei. Dazu fördert das Land zwei Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung (kurz: ALPHA-Stellen): Für das Rheinland in Bonn, für Westfalen in Münster. Außerdem wird Pflegeeinrichtungen mit der neuen Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen - Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ ein schriftlicher Leitfaden angeboten.

„Früher starben Menschen häufig zuhause im Kreis der Familie, heute sterben sie oft in einer stationären Pflegeeinrichtung. Deshalb sollen die vom Ministerium geförderten ALPHA-Stellen jetzt auch Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer Hospizkultur professionell unterstützen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens.

Damit schafft Nordrhein-Westfalen die Grundlage dafür, dass schwerstkranke und sterbende Menschen in Pflegeeinrichtungen umfassend und professionell in ihrer vertrauten Umgebung bedarfs- und bedürfnisgerecht versorgt und in der Sterbephase fürsorglich begleitet werden können. Unnötige Krankenhauseinweisungen sollen dadurch vermieden, die Lebensqualität dieser Menschen bis zum Eintritt des Todes deutlich verbessert und auch deren Angehörige mit unterstützt werden.

„Wir wollen die in Nordrhein-Westfalen bestehende gute Infrastruktur in der Palliativversorgung und Hospizarbeit nutzen und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganzheitliche Hospiz- und Palliativversorgung in den Einrichtungen erreichen. Damit sollen die Versorgungsqualität verbessert und die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen unterstützt werden“, so die Ministerin weiter.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 300 ambulante Hospiz- und rund 150 Palliativdienste. Ihr Einsatz wird in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Gesundheitswesens sowie Expertinnen und Experten der Hospiz- und Palliativversorgung hat das Gesundheits- und Pflegeministerium eine Konzeption mit Umsetzungsmöglichkeiten für die Implementierung von Leistungsangeboten der Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt. Diese kann nun mit Unterstützung des Ministeriums in den Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

„Die qualitätsgesicherte Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen, die mir sehr am Herzen liegt, wird zunehmend zur Kernaufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen. Mit den erhöhten Anforderungen wollen wir die Einrichtungen nicht allein lassen, sondern entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten bei der Realisierung der neuen Versorgungskultur unterstützen und beraten“, ergänzt Ministerin Steffens.

Pflegeeinrichtungen können sich von einem ALPHA-Team beim Aufbau einer Hospizkultur unterstützen lassen. Dazu gehören neben der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch eine Vernetzung der Einrichtung mit Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten aus der Region.

Die Broschüre unter dem Titel „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ kann kostenfrei bestellt und heruntergeladen werden auf der Internetseite des Ministeriums www.mgepa.nrw.de unter Service / Publikationen. Telefonische Bestellungen sind möglich bei „Nordrhein-Westfalen direkt“ unter 0211 837-1001 (bitte Veröffentlichungsnummer 144 angeben).

Hintergrundinformationen:

  • In NRW existieren rund 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen.
  • Nach Studien versterben in Deutschland rund 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.
  • Adressen der beiden bereits seit langem bestehenden APLHA-Stellen in Bonn und Münster, die zusätzlich die Unterstützung von Pflegeeinrichtungen  zum Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit übernehmen, lauten: ALPHA-Rheinland, Von-Hompesch-Straße 1, 53123 Bonn, Telefon 0228 746547, E-Mail: rheinland@alpha-nrw.de; ALPHA-Westfalen, Friedrich-Ebert-Str. 157-159, 48153 Münster, Telefon 0251 230848, E-Mail: alpha@muenster.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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