Neue Kleiderordnung für Frauen im internationalen Badmintonsport

19. April 2011

Ministerin Steffens: Kurze Röcke machen den Sport nicht attraktiver! Sie offenbaren nur sexistisches Gedankengut!

Ab dem 1. Mai 2011 soll es eine neue Kleiderordnung für Frauen im internationalen Badmintonsport geben: Badmintonspielerinnen dürfen künftig ab dem Grand-Prix-Level nur noch in Röcken oder Kleidern spielen, so lautet die neue Regel des Badminton-Weltverbandes (BWF). Hintergrund: Der BWF erhofft sich dadurch, den Badmintonsport attraktiver darstellen zu können. Emanzipationsministerin Barbara Steffens erklärte heute in Düsseldorf dazu: „Es ist jämmerlich und absolut inakzeptabel, dass Frauen vorgeschrieben wird, sie sollen mehr Bein zeigen, damit eine Sportart attraktiver wird. Das macht den Sport nicht attraktiver, sondern offenbart nur sexistisches Gedankengut!“

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Ab dem 1. Mai 2011 soll es eine neue Kleiderordnung für Frauen im internationalen Badmintonsport geben: Badmintonspielerinnen dürfen künftig ab dem Grand-Prix-Level nur noch in Röcken oder Kleidern spielen, so lautet die neue Regel des Badminton-Weltverbandes (BWF). Hintergrund: Der BWF erhofft sich dadurch, den Badmintonsport attraktiver darstellen zu können. Emanzipationsministerin Barbara Steffens erklärte heute in Düsseldorf dazu: „Es ist jämmerlich und absolut inakzeptabel, dass Frauen vorgeschrieben wird, sie sollen mehr Bein zeigen, damit eine Sportart attraktiver wird. Das macht den Sport nicht attraktiver, sondern offenbart nur sexistisches Gedankengut!“

Die Ministerin unterstrich, dass es jeder Spielerin selbst überlassen werden müsse, wie sie ein Turnier antreten will: „Ob in Shorts oder in Röcken, die Leistung muss stimmen, nicht die Kürze des Rockes! Von oben herab etwas zu dirigieren und die Sportlerinnen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren darf einfach nicht sein! Umso erfreulicher ist es, dass der Deutsche Badminton-Verband diese Regeln bisher nicht aufgegriffen hat, hier können Frauen noch in dem Dress spielen, in dem sie möchten.“

Steffens machte auch darauf aufmerksam, dass sogar mittlerweile Wimbledon seine Dresscode-Regeln sehr gelockert habe. Mittlerweile gelte hier nur noch die Regel, dass 50 Prozent der Kleidung weiß sein muss. Als Extrembeispiel hingegen nannte Steffens den Beachvolleyballsport: „Die offizielle Kleidervorschrift für Frauen beim Beachvolleyball ist, dass die Bikini-Höschen an der Seite nur sieben cm breit sein dürfen. Ich bezweifele, dass diese Regelung nur aus sportlichem Gedanken im Sinne der Bewegungsfreiheit getroffen wurde. Es ist schon traurig und zu offensichtlich, dass einige Herren im Verbandvorstand meinen, über die Bewegungsfreiheit einer Frau entscheiden zu können. Das wissen Frauen am besten selbst - nur entscheiden darüber, das können sie nicht."

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.