Kur- und Erholungsorte in NRW

Porträtfoto von Ministerin Barbara Steffens
19. August 2016

Ministerin Steffens: Kur- und Erholungsorte in NRW müssen Angebote für neue Zielgruppen schaffen

Gesundheitsministerin auf KurTour im Sauerland

Auf ihrer Kurorte-Tour hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf die Bedeutung der 73 Kur- und Erholungsorte in Nordrhein-Westfalen hingewiesen. „Die Kur- und Erholungsorte spielen nicht nur eine wichtige gesundheitspolitische Rolle in Nordrhein-Westfalen. Sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätzen und die Förderung der lokalen Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum“, erklärte Ministerin Steffens zum Auftakt der „KurTour“ 2016 in Schmallenberg.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Auf ihrer Kurorte-Tour hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute (19.08.2016) auf die Bedeutung der 73 Kur- und Erholungsorte in Nordrhein-Westfalen hingewiesen. „Die Kur- und Erholungsorte spielen nicht nur eine wichtige gesundheitspolitische Rolle in Nordrhein-Westfalen. Sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätzen und die Förderung der lokalen Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum“, erklärte Ministerin Steffens zum Auftakt der „KurTour“ 2016 in Schmallenberg.

„Das Angebot der Kurorte muss sich aber noch stärker als bisher an den veränderten Wünschen und Bedürfnissen Erholungssuchender orientieren“, so Steffens weiter. „Immer mehr Menschen suchen in unserer stark beschleunigten Gesellschaft Oasen der Entschleunigung. Neue Zielgruppen können auch verstärkt Burn-out gefährdete Berufstätige, Familien mit seelisch erkrankten Kindern, stark belastete pflegende Angehöre oder Alleinerziehende sein“, sagte Steffens. Zudem seien künftig beispielsweise auch noch viel mehr Angebote zum Erhalt der Gesundheit der wachsenden Gruppe Älterer, Pflegebedürftiger und ihrer pflegenden Angehörigen erforderlich.

Bereits auf der Kurortekonferenz im März dieses Jahres hatte Steffens betont, dass die steigenden quantitativen Versorgungsbedarfe sowie die wachsenden qualitativen Anforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, Veränderungsbereitschaft und neue Konzepte auf Basis der individuellen Gegebenheiten vor Ort erfordern.

Das Gesundheitsministerium hatte die Mitglieder des Landesfachbeirats für Kurorte, Erholungsorte und Heilquellen, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus Schmallenberg, Winterberg und dem Hochsauerlandkreis sowie Vertreterinnen und Vertretern weiterer Kur- und Erholungsorte zur E-Bike-Tour durchs Sauerland eingeladen. Die von den Kur- und Touristikzentren in Schmallenberg und Winterberg ausgesuchten Stationen veranschaulichten die Vielfalt der Kur- und Erholungsangebote sowie die bereits gelungenen Ansätze zur Spezialisierung der besuchten Orte.

Beispielsweise wurde mit dem WaldSkulpturenWeg in Schmallenberg, der auf 23 Kilometern Wegstrecke elf Kunstwerke international bekannter Künstlerinnen und Künstler zeigt, ein in Deutschland einzigartiger Kunstwanderweg geschaffen. Ebenso wie mit dem Barfußpfad in Langewiese und mit seinem modernisierten und ausgebauten Kur- und Vitalpark profiliert sich Winterberg damit als Ort für Bewegungserlebnisse und Selbsterfahrung in der Natur für alle Altersgruppen. Dazu gehört auch das in NRW einzigartige Heilklima Winterbergs und der umliegenden Ortschaften, das vergleichbare Klimareize wie ein Aufenthalt auf den Nordseeinseln auslöst.

„Mit der KurTour wollen wir den aktuellen Dialog der Landesregierung mit den Kur- und Erholungsorten zur Weiterentwicklung der regionalen Angebote vertiefen. Die nordrhein-westfälischen Kur- und Erholungsorte sind etablierte Gesundheitsstandorte mit langer Tradition, Erfahrung und Kompetenz“, so Gesundheitsministerin Steffens. „Sie verfügen bereits heute über zahlreiche Attraktionen und Programme zur Gesundheitsförderung und Erholung. Dennoch müssen sie sich weiter spezialisieren und neue zielgruppenorientierte Angebote entwickeln, um im Wettbewerb auch mit den anderen Bundesländern bestehen und langfristig überleben zu können“ betonte Gesundheitsministerin Steffens.

Hintergrund

Mit über 8,6 Millionen Euro unterstützt die Landesregierung die Kurorte in NRW im Rahmen der Kurortehilfe sowie mit einer Reihe von Projekten, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit Mitteln des Landes und der EU gefördert werden.

Eine Strategie für die Weiterentwicklung und Modernisierung des Kurwesens in NRW erarbeitet das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kur- und Erholungsorte, dem Heilbäderverband NRW, Tourismus NRW sowie dem Landeszentrum Gesundheit NRW. Eingeleitet wurde dieser Prozess mit einer Kurortekonferenz am 17. März 2016 in Düsseldorf.

Eine Übersicht der Kur- und Erholungsorte in NRW ist auf der Internetseite des Ministeriums zu finden unter:
http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/presse/pressemitteilungen/Liste_Kurorte_Erholungsorte_August_2016.pdf

 

Zahlen, Daten Fakten

In NRW gibt es 73 Kur- und Erholungsorte, davon sind:

  • 42 Kurorte, von denen 9 Orte gleichzeitig Erholungsorte sind
  • 31 Erholungsorte, die nicht gleichzeitig Kurort sind 

Kurort: Gemeinde (oder Gemeindeteil), der auf Grund ihrer besonderen Eignung für anerkannte Präventions- und Heilverfahren ein entsprechendes Prädikat verliehen wurde und wo u.a. medizinische Einrichtungen für Kurmaßnahmen vorhanden sind.
 
Erholungsort: Gemeinde (oder Gemeindeteil), die besonders geeignet für Erholungsurlaube ist (z.B. durch das Klima) und eine für den Tourismus geeignete Infrastruktur besitzt. Auch für Erholungsorte werden Prädikate verliehen.
 
Übernachtungen in Kur- und Erholungsorten in NRW
Die Gesamtzahl der jährlichen Übernachtungen in den Kurorten gingen von rund 12,2 Mio. (12.239.601) in 1995 auf  rund 8,8 Mio. (8.801.440) in 2015 zurück.
 
Die Zahl der Gäste („Ankünfte“) ist hingegen von rund 2 Mio. (2.011.215) auf rund 2,2 Mio. (2.205.763) gestiegen. Offenkundig steigen kürzere Aufenthalte.
 
Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor
In vielen Kurorten sind bis zu 70 Prozent der Beschäftigten mittelbar und unmittelbar vom Kurtourismus abhängig wie das Beispiel Winterberg, dem größten Kur- und Erholungsort in NRW, zeigt. Der Tourismus insgesamt in NRW verzeichnet über 600.000 Beschäftigte mit steigender Tendenz.
 
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in NRW
Knapp die Hälfte aller Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in NRW mit ihren über 16.400 Beschäftigten (16.730) befinden sich in Kur- und Erholungsorten (66 von 145 Kliniken). Rein rechnerisch sind in den Reha-Kliniken der Kur- und Erholungsorte damit rund 7.500 Personen beschäftigt.
Die durchschnittliche Verweildauer in den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in NRW ist in den vergangenen zehn Jahren leicht gestiegen – von 27,8 (2005) auf 28,1 Tage (2015).
Die Zahl der Behandlungsfälle (stationär) stieg um rund 9 Prozent (2005: 214.830 gesamt NRW/rechnerisch davon in Kur-und Erholungsorten knapp 100.000; 2015: 233.793, rechnerisch davon in Kur-und Erholungsorten rund 106.000).
Ambulant durchgeführte Leistungen sind in den vergangen zehn Jahren um 150 Prozent gestiegen (auf 34.116 in gesamt NRW, rechnerisch davon in Kur-und Erholungsorten rund 15.500).

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