Alarmierend: Hohe Zahl psychischer Störungen

9. Dezember 2010

Ministerin Steffens: „Hohe Zahl psychischer Störungen bei Kinder und Jugendlichen ist alarmierend“ / Landesgesundheitskonferenz verabschiedet Entschließung zu Erhalt und Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Gesundheitsministerin Barbara Steffens will ge­meinsam mit in den Gesundheitsberufen Tätigen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen verbessern. „Die hohe Zahl psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen ist alarmierend", stellte die Ministerin fest.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens will ge­meinsam mit Kommunen, Krankenkassen, Krankenhäusern, Selbsthilfe- und Patientenvertretungen, Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie anderen in den Gesundheitsberufen Tätigen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen verbessern. Darauf verständigten sich heute (9. Dezember 2010) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landes­gesundheitskonferenz in Düsseldorf.

„Die hohe Zahl psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen ist alarmierend. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es bei etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen schon Hinweise auf psychische Auffälligkeiten gibt, die je nach Ausprägung und Schwere­grad bereits das Stadium einer Krankheit erreicht haben können“, sagte Steffens. Um Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, müssten Defizite behoben und Strukturen des Gesund­heitssystems weiterentwickelt werden. „Dafür hat die Landesgesundheitskonferenz heute die Weichen gestellt“, freute sich die Gesund­heitsministerin.

„Am Beispiel der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugend­lichen wird aber auch deutlich, dass das Gesundheitssystem nicht alleiniger Reparaturbetrieb für die Gesellschaft sein kann“, erläuterte die Ministerin. Ohne qualifizierte Bildungs- und Familienpolitik, ohne die Schaffung der notwendigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in ihren jeweiligen familiären oder sozialen Bezügen, ohne eine familiengerechte Arbeits-, Verkehrs-, Wohnungs- und Städtebaupolitik und ohne umfassende Integrations­politik könnten keine durchgreifenden Erfolge erzielt werden.

Die Entschließung der Landesgesundheitskonferenz zu Erhalt und Ver­besserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen setze insbesondere auf Prävention und die Erleichterung des Zugangs zu bedarfsgerechten und vernetzten Hilfen. Die strukturellen und finan­ziellen Rahmenbedingungen für den bedarfsgerechten Ausbau der Beratungs- und Versorgungsangebote müssten weiterentwickelt werden. Ministerin Steffens forderte den Bund auf, für die nachhaltige Finanzierung eines leistungsfähigen Gesundheitssystems zu sorgen. „Mir ist wohl bewusst, dass die Umsetzung der Entschließungsempfeh­lungen angesichts der insgesamt sehr schwierigen Finanzlage von Land, Kommunen und Sozialleistungsträgern nur mit erheblichen Kraft­anstrengungen aller Beteiligten zu leisten sein wird“, betonte die Ministerin. „Aber unter dem Strich wird sich ein Mehr an Prävention heute in der Vermeidung von Folgekosten morgen rechnen“, so Steffens.

Mitglieder der Landesgesundheitskonferenz sind unter anderem die Kammern der Ärztinnen und Ärzte, der Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, die Verbände der Krankenkassen, die Rentenver­sicherungsträger, die Krankenhausgesellschaft, Selbsthilfe- und Patientenvertretungen, die Freie Wohlfahrtspflege, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervereini­gungen.

Hinweis:
Den kompletten Wortlaut der Entschließung der Landesgesundheits­konferenz „Erhalt und Sicherung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen“ finden Sie spätestens ab dem Nachmittag im Internet unter www.mgepa.nrw.de .

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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