Steffens: „HIV/AIDS-Prävention braucht einen langen Atem“

30. November 2010

Ministerin Steffens: „HIV/AIDS-Prävention braucht einen langen Atem“ / Zum Welt-AIDS-Tag 2010 am 1. Dezember

„Obwohl die Zahl der Neuinfektionen gegenüber den Vorjahren leicht gesunken ist, ist eine HIV/AIDS-Prävention, die sich gezielt an die am meisten gefährdeten Menschen wendet, weiterhin unverzichtbar“, erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens anlässlich des bevorstehenden Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember 2010.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Obwohl die Zahl der Neuinfektionen gegenüber den Vorjahren leicht gesunken ist, ist eine HIV/AIDS-Prävention, die sich gezielt an die am meisten gefährdeten Menschen wendet, weiterhin unverzichtbar“, erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens anlässlich des bevorstehenden Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember 2010.

Nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) leben in Nordrhein-Westfalen derzeit etwa 14.000 Menschen mit HIV oder AIDS. 2010 haben sich etwa 610 Männer und 80 Frauen in NRW neu infiziert. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen gegenüber dem vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. „Dies ist jedoch kein Grund zur Entwarnung“, betont Ministerin Steffens. „Es wäre fatal, wenn wir diesen Trend zum Anlass nehmen würden, unsere Aktivitäten zurückzufahren. Wir haben diese heutige Stabilität nur deshalb erreicht, weil wir seit mehr als 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen ebenso wie in Deutschland Prävention groß geschrieben haben. Die nach wie vor hohe Zahl von HIV-Neuin­fektionen zeigt, dass die vorbeugende Arbeit unverändert wichtig bleibt.“

Betrachtet man die Infektionswege der Menschen, die sich in Nordrhein-Westfalen neu infiziert haben, dann stellen Männer, die Sex mit Männern haben, nach wie vor die größte Gruppe dar. 2010 waren dies 490 Männer (72 Prozent). 150 Menschen (22 Prozent) haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert und etwa 40 Menschen (6 Prozent) durch gemeinsam benutzte Spritzen bei intravenösem Drogenkonsum. Die Zahlen machen deutlich, dass die Präventionsanstrengungen der vergangenen Jahrzehnte Wirkung zu zeigen.  Hier nachzulassen, wäre aber ein falscher Weg.

Angesichts der weiter bestehenden Gefährdung sieht das Land seine Aufgabe auch zukünftig vor allem darin, gemeinsam mit den Kommunen und Freien Trägern die HIV/AIDS-Prävention bedarfsgerecht weiter­zuentwickeln. Dazu wird eine Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW eingerichtet, die Anfang nächsten Jahres erstmals tagt. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft wird sein, das AIDS-Präventions- und Hilfesystem gemeinsam in Nordrhein-Westfalen so weiterzuentwickeln, dass die Zahl der Neuinfektionen auch im nächsten Jahrzehnt weiterhin kontinuierlich abnimmt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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