Ministerin Steffens: Hebammen haben eine wichtige Rolle bei der gesundheitlichen Versorgung

4. Mai 2012

Ministerin Steffens: Hebammen haben eine wichtige Rolle bei der gesundheitlichen Versorgung - Anspruch auf Unterstützung durch Hebammen noch zu wenig bekannt

Auf die Bedeutung der Hebammen weist Ministerin Barbara Steffens aus Anlass des „Internationalen Tags der Hebammen“ hin. „Hebammen haben bei der gesundheitlichen Versorgung von Schwangeren, Ge­bärenden und Wöchnerinnen eine bedeutende Rolle. Ihr Wissen und das von ihnen aufgebaute Versorgungsangebot bei einer Schwanger­schaft, der Geburt, am Wochenbett und während der Stillzeit ist vielfältig und umfassend“, sagte die Ministerin zum Start zahlreicher Aktionen rund um den morgigen Internationalen Hebammentag.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Auf die Bedeutung der Hebammen weist Ministerin Barbara Steffens aus Anlass des „Internationalen Tags der Hebammen“ hin. „Hebammen haben bei der gesundheitlichen Versorgung von Schwangeren, Ge­bärenden und Wöchnerinnen eine bedeutende Rolle. Ihr Wissen und das von ihnen aufgebaute Versorgungsangebot bei einer Schwanger­schaft, der Geburt, am Wochenbett und während der Stillzeit ist vielfältig und umfassend“, sagte die Ministerin zum Start zahlreicher Aktionen rund um den morgigen Internationalen Hebammentag.

Vor allem die enorm gestiegenen Prämien der Berufshaftpflicht für Hebammen sind zu einer existenzbedrohenden Belastung geworden. Waren es im Jahr 1998 noch 770 DM, die an die Versicherung jährlich zu überweisen waren, stieg die Summe bis 2010 auf durchschnittlich 3700 Euro. Im Juli 2012 steht eine erneute Anhebung der Prämie auf 4.200 Euro an. Die Einkommen der Hebammen stiegen nicht annähernd im gleichen Maße.

Die Landesregierung hat ihre Möglichkeiten genutzt, um die finanzielle Situation der Hebammen zu verbessern. Doch kann das Land nur die Privatgebührenordnung für Hebammen beeinflussen. Hier hat es die Grundbeträge für eine Hausgeburt von bisher 408,40 auf 548,80 Euro und für so genannte Beleghebammen bei einer Geburt im Krankenhaus von bisher 190,60 auf 237,85 Euro erhöht.

Die Vergütungen der gesetzlichen Krankenkassen kann das Land nicht beeinflussen. Ministerin Steffens forderte aber bereits im Herbst 2010 die Bundesregierung auf, Lösungen für einen Ausgleich bei den weiter steigenden Prämien der Berufshaftpflicht zu finden.

Das Land Nordrhein-Westfalen hingegen hat nicht nur die finanzielle Situation der Hebammen verbessert, sondern auch:

  • die Ausbildung der Hebammen in einem Modellprojekt durch eine Ausbildungsrichtlinie, die modernen inhaltlichen und pädagogischen Konzepten entspricht, grundlegend erneuert
  • eine bundesweit vorbildliche Fortbildungspflicht in der Berufsordnung für Hebammen und Entbindungspfleger festgelegt, die der Landes­verband der Hebammen mit einem vielfältigen Angebot umsetzt
  • einen Modellstudiengang in der Hebammenkunde ab dem Winter­semester 2010/2011 an der Hochschule für Gesundheit in Bochum eingerichtet. Die Studentinnen erwerben in vier Jahren sowohl den Berufsabschluss als Hebamme als auch den akademischen Ab­schluss des Bachelors.

Angesichts des qualifizierten Angebots der Hebammen bedauerte Steffens, dass vielen Frauen ihr Anspruch auf Unterstützung durch Hebammen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, im Wochen­bett und während der Stillzeit nicht bekannt sei und forderte: „Schwan­gere müssen die Wahlfreiheit haben können zwischen der Geburt zu Hause, im Geburts- oder Krankenhaus. Eine Geburt ist etwas ganz Natürliches und kein krankheitsähnlicher Vorgang. Die Hebammenhilfe muss endlich gesetzlich klar definiert und festgeschrieben werden.“ Stattdessen werde die Hebammenleistung noch immer auf der Grund­lage der Reichsversicherungsordnung aus dem Jahr 1911 geregelt und natürliche Geburten von technisierten Geburtshilfen, Damm- und Kaiserschnitten verdrängt.

Hintergrundinformation:

Um auf die Bedeutung der Hebammen hinzuweisen, wird seit 1991 in über 50 Ländern der Internationale Tag der Hebammen begangen. Die Idee zu diesem Tag wurde erstmals 1987 bei einem internationalen Hebammenkongress in den Niederlanden vorgestellt. Den Tag nutzen die oft freiberuflich tätigen Frauen, um auf ihre schwierige berufliche und finanzielle Situation mit Diskussionsrunden, Filmabenden und Infor­mationsständen aufmerksam zu machen.

Am Vortag des diesjährigen Internationalen Tages der Hebammen hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) in Berlin zu einer Demonstra­tion vor dem Bundesgesundheitsministerium aufgerufen, um auf die Situation der Hebammen und den Stellenwert ihrer Arbeit aufmerksam zu machen. Mehr als die Hälfte der im Deutschen Hebammenverband (DHV) organisierten Frauen ist nach Angaben des Verbands freibe­ruflich tätig.

Der Landesverband der Hebammen in Nordrhein-Westfalen hat nach eigenen Angaben rund 3500 Mitglieder und ist damit der größte in Deutschland.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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