Gleichstellung trotz aller frauenpolitischer Erfolge noch nicht erreicht

23. April 2012

Ministerin Steffens: Gleichstellung trotz aller frauenpolitischer Erfolge noch nicht erreicht

Behauptungen aus Teilen von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, die Gleichstellung sei längst erreicht, widersprach Nordrhein-Westfalens Emanzipationsministerin Barbara Steffens bei der Bundeskonferenz Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Düsseldorf.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Behauptungen aus Teilen von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, die Gleichstellung sei längst erreicht, widersprach Nordrhein-Westfalens Emanzipationsministerin Barbara Steffens bei der Bundeskonferenz Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Düsseldorf. „Von einer tatsächlichen Gleichstellung ist unsere Gesellschaft, trotz aller frauenpolitischen Erfolge, noch weit entfernt. Auch wenn wir die bestausgebildete Mädchen- und Frauengeneration aller Zeiten haben, ist Frauenpolitik kein bisschen überflüssig geworden“, stellte die Ministerin fest.

Die großen Herausforderungen - berufliche Gleichstellung, Gewaltvermeidung, Schutz und Hilfe für die Opfer und ein Mehr an gesellschaftlicher Partizipation - seien geblieben. „Angesichts von nur 11,9 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen, einem Lohngefälle zwischen Frauen und Männern von 23 Prozent oder auch der drohenden Altersarmut für Millionen von Frauen ist gleichstellungspolitisches Engagement nach wie vor zwingend“, so die Ministerin weiter. Dies unterstreiche sogar das 2011 vorgelegte umfassende Gutachten der Sachverständigenkommission der Bundesregierung für den 1. Gleichstellungsbericht, das dringend eine „konsistente Gleichstellungspolitik über den Lebensverlauf“ anmahne. „Das Gutachten zeigt auch deutlich, dass nach wie vor Fehlanreize und nicht aufeinander abgestimmte Instrumente den Rückfall in alte Rollenmuster nahelegen. Dazu zähle ich zum Beispiel das Ehegattensplitting und das geplante Betreuungsgeld.“

Die Ministerin unterstrich die wichtige Rolle der Gleichstellungsbeauftragten: „Die Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sind unverzichtbar, denn ihre Aufgabe ist es, vor Ort immer wieder Defizite aufzuzeigen und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen durchzusetzen. Wir brauchen kommunale Gleichstellungsbeauftragte 2012 und darüber hinaus. Ich setze darauf, dass sie weiterhin als Motor des Wandels die Gleichstellung der Geschlechter vorantreiben.“

Hinweis:
Die Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr kommen mehr als 350 Gleichstellungsbeauftragte aus dem gesamten Bundesgebiet für drei Tage in Düsseldorf (Congress Center) zusammen. NRW-Emanzipationsminister Barbara Steffens sprach am heutigen Montag zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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