#netzheldin

Porträtfoto von Ministerin Steffens
6. März 2016

Ministerin Steffens: Gewinnerinnen des Kreativ- und Schreibwettbewerbs „#netzheldin“ stehen fest

Über 100 Texte, Filme, Bilder und Audiobeiträge haben Mädchen und junge Frauen beim Wettbewerb „#netzheldin“ des Emanzipationsminis-teriums eingereicht. Die Gewinnerinnen wurden von einer vierköpfigen Fachjury ausgewählt.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Über 100 Texte, Filme, Bilder und Audiobeiträge haben Mädchen und junge Frauen beim Wettbewerb „#netzheldin“ des Emanzipationsministeriums eingereicht. Die Gewinnerinnen wurden von einer vierköpfigen Fachjury ausgewählt. „Die enorme Kreativität der Beiträge ist überwältigend. Ich bin aber auch bestürzt darüber, dass Cybermobbing und Hasskommentare schon für junge Mädchen offenbar zum Netzalltag gehören“, erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens.
 
Der überwiegende Teil der Einsendungen beschäftigt sich mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Internet. Die von den Wettbewerbsteilnehmerinnen geschaffenen Netzheldinnen stehen den Mobbing-Opfern zur Seite und helfen, die erlittenen Verletzungen zu heilen und sich zu wehren. Auch der wachsende Druck, permanent im Netz „dabei zu sein“, sich ständig online zu präsentieren und Likes zu bekommen, wurde häufig thematisiert und teilweise selbstkritisch unter die Lupe genommen.
 
Gewinnerin des Wettbewerbs ist die sechzehnjährige Kim Salomon, die in ihrem Text „Meine metaphorischen Brüste“ Erfahrungen mit sexistischen Kommentaren auf ihrem Blog verarbeitet. Mit Witz, Selbstbewusstsein und einer pointierten Sprache entlarvt sie den alltäglichen Sexismus im Netz. Die erst zwölfjährige Maya Kaufmann (2. Platz) begeisterte die Jury mit Ihrem fantasievollen Beitrag „Lena trifft facebook“, in dem die virtuelle Welt der sozialen Netzwerke plötzlich ganz realistisch wird. Den dritten Platz belegte die sechzehn Jahre alte Johanna Höllinger mit „Ein Hashtag (zeichnet die Welt)“, in dem sie sich für Menschenwürde und gegen Diskriminierung on- und offline einsetzt und eine klare politische Botschaft formuliert (Auszug: „Es ist egal, Wer du bist – Wo du herkommst – An welche Religion du glaubst, Welche Hautfarbe du hast. Sei einfach ein anständiger Mensch – Das ist das einzige, was zählt.“).
 
Die Texte der Gewinnerinnen, die unter Sachpreisen wie beispielsweise Handys oder E-Books wählen konnten, und weitere ausgezeichnete Beiträge sind auf www.lizzynet.de zu finden.
 
„Cybergewalt stellt eine echte Bedrohung für die physische und psychische Gesundheit dar. Mädchen und Frauen sind davon besonders häufig betroffen. Die Einsendungen zum Wettbewerb machen deutlich, dass wir dringend eine gesellschaftliche Debatte über Sexismus und Hate-Speech gegen Frauen im Netz brauchen. Wir müssen uns über klare Regeln im Netz verständigen, die jede Form abwertender und gewalttätiger Kommunikation ausschließen. Und wir brauchen bundesgesetzliche Regelungen zum Schutz vor digitaler Gewalt“, so Ministerin Steffens.

Hintergrundinformation:

  • Die Jury des Wettbewerbs #netzheldin bestand aus der Autorin Katja Brandis, Diplompädagogin Anke Wiemann, Medienpädagogin Kirsten Mascher und der Erziehungswissenschaftlerin Claudia Wallner
  • Auf Initiative von NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens hat sich die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister (GFMK) im vergangenen Jahr bereits mit Cybergewalt befasst. Die GFMK bittet Bund und Länder, diese spezielle Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Fokus zu nehmen. Der politische und fachliche Diskurs muss der wachsenden Bedeutung der Gewalt im Netz Rechnung tragen. Es gilt, adäquate Formen der Prävention, der Sanktionierung der Täterinnen und Täter sowie von Schutz und Hilfe für die Opfer zu entwickeln.
  • Gewalt gegen Frauen im Internet ist unter anderem auch ein Thema der Veranstaltung des Emanzipationsministeriums zum Internationalen Frauentag „Online trifft Offline – Feministische Diskurse und Strategien“ am 11. März in Duisburg, zu dem sich rund 300 Frauen angemeldet haben. Bereits seit Anfang des Jahres können Interessierte auf der Internetplattform www.gleichstellungimnetz.nrw und über Twitter (gleichimnetzNRW und #IFT2016NRW) online in den Dialog treten.

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