Zusätzlich 210 Millionen Euro für Krankenhäuser

Porträtfoto von Ministerin Barbara Steffens
6. April 2016

Ministerin Steffens: Für Krankenhäuser stehen 210 Millionen Euro zusätzlich für einen zukunftsorientierten Umbau der stationären Versorgung bereit

Insgesamt rund 210 Millionen Euro stehen ab 2016 im neuen „Strukturfonds NRW“ zusätzlich zur Unterstützung notwendiger Veränderungen der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Insgesamt rund 210 Millionen Euro stehen ab 2016 im neuen „Strukturfonds NRW“ zusätzlich zur Unterstützung notwendiger Veränderungen der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Aus diesem Sonderfonds können Krankenhausträger für die kommenden drei Jahre beim Land Fördermittel für Maßnahmen beantragen, die zu einer insgesamt zukunftssicheren patientenorientierten Versorgung beitragen.
 
„Wir brauchen einen Umbau der Krankenhauslandschaft, damit wir auch in Zukunft noch gut versorgt werden können“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens bei einer Veranstaltung zur Vorstellung des neuen Fonds in Mülheim an der Ruhr, zu der das Ministerium und das Landeszentrum Gesundheit u.a. Vertreterinnen und Vertreter von rund 360 Krankenhäusern eingeladen hatte. „Weil wir künftig deutlich mehr ältere Menschen und einen steigenden sowie sich verändernden Versorgungsbedarf haben werden, während zugleich der Anteil von Personen im erwerbstätigen Alter sinkt, müssen wir die Strukturen verändern. Das Geld aus dem Strukturfonds soll dabei helfen. Wir werben dafür, dass Krankenhäuser sich intensiver untereinander abstimmen, Überkapazitäten abbauen und sich im Wege der Kooperation jeweils möglichst auf ihre Stärken konzentrieren“, so die Ministerin weiter.
 
Die Krankenhausstruktur in Nordrhein-Westfalen ist sehr unterschiedlich. Hier gibt es Ballungsgebiete und ländliche Regionen, Regionen mit wachsender und mit sinkender Bevölkerungszahl, unterschiedliche Umwelt-, Arbeits- und Lebensbedingungen und auch deshalb unterschiedliche Krankheitsbelastungen. Krankenhausstrukturen verändern sich aber eher langsam, deshalb existieren auch in Regionen mit sinkender Wohnbevölkerung oft noch so viele Krankenhäuser wie vor 25 Jahren. Insbesondere in Ballungsräumen finden sich häufig gleichartige Angebote doppelt oder mehrfach. Insbesondere wenn eine Vernetzung fehlt, führt dies zu starker Konkurrenz um Patientinnen und Patienten, ohne dass dadurch zwingend die Qualität der Versorgung steigt.
 
Der Strukturfonds ist ein Ergebnis der Bund-Länder Arbeitsgruppe für eine Krankenhausreform 2015, an der für Nordrhein-Westfalen Ministerin Steffens teilgenommen hatte. Der Bund stellt für den NRW-Fonds 105 Millionen Euro zur Verfügung, den gleichen Betrag finanziert das Land inklusive eines Anteils der Krankenhausträger, so dass für Krankenhäuser in NRW insgesamt rund 210 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um sich für die Zukunft fit zu machen. „Wir wollen diesen Prozess mit Augenmaß und gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen gestalten und eine flächendeckend gut erreichbare Krankenhausversorgung erhalten.“
 
Der Strukturfonds kann auch als Ergänzung zum Krankenausplan 2015 gesehen werden, dessen Umsetzung sich derzeit auf der Zielgeraden befindet. Der Fonds könne einen Beitrag für die Zukunftssicherung der medizinischen Versorgung leisten, reiche aber alleine nicht aus. „Solange der Bund nicht bereit ist, eine gemeinsame Planung von ambulanten und stationären Angeboten zuzulassen, sind wir von einer durchgreifenden Reform noch weit entfernt. Um eine an den Bedürfnissen und Bedarfen der Menschen orientierte Versorgung zu realisieren, die bezahlbar ist, müssen wir in innovative, sektorenübergreifende Versorgungskonzepte investieren. Dafür hat das Land mit dem an Qualitätskriterien orientierten Krankenhausplan für NRW die Grundlagen gelegt. Und wir müssen präventive Aspekte stärker berücksichtigen, um Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden“, betonte Ministerin Steffens.

Hintergrund:

  • Krankenhäuser müssen ihre laufenden Betriebskosten aus ihren Einnahmen – vor allem durch die Krankenkassen als Entgelt für die Versorgung von Patientinnen und Patienten – finanzieren.
  • Für Investitionen zahlt das Land jährlich rund 514 Millionen Euro über Pauschalbeträge an die Krankenhäuser. 

In NRW gab es im Jahr 2014:

364 Krankenhäuser mit

  • 120.268 Betten und
  • 253.660 Beschäftigten

Sie behandelten:

4.523.948 Fälle mit jeweils

  • 7,4 Tagen durchschnittlicher Verweildauer bei
  • 76,1 Prozent durchschnittlicher Bettenauslastung

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