Für eine bessere und bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten brauchen Länder mehr Mitsprache­rechte in der Planung

10. Mai 2011

Ministerin Steffens: Für eine bessere und bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten brauchen Länder mehr Mitsprache­rechte in der Planung

Im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Ärztemangel in Nordrhein-Westfalen“ der Universität Witten-Herdecke und der Ärztekammer Westfalen-Lippe erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens: „Die nicht bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten, vor allem im Hinblick auf die hausärztliche Basisversorgung, ist ein großes Problem. Dieses Problem können wir als Land nicht alleine lösen, weil es zunächst auf der Bundesebene gesetzgeberisch ange­packt werden muss", so die Ministerin.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Ärztemangel in Nordrhein-Westfalen“ der Universität Witten-Herdecke und der Ärztekammer Westfalen-Lippe erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens am 10. Mai 2011: „Die nicht bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten, vor allem im Hinblick auf die hausärztliche Basisversorgung, ist ein großes Problem. Dieses Problem können wir als Land nicht alleine lösen, weil es zunächst auf der Bundesebene gesetzgeberisch ange­packt werden muss", so die Ministerin.

Ministerin Steffens: „Neben der Abschaffung der Residenzpflicht für Ärzte und eine gerechtere Honorierung ist eine bedarfsgerechtere Ver­teilung gerade von Hausärztinnen und Hausärzten ein wichtiger Punkt im Rahmen der Gesamtverbesserung der medizinischen Versorgung. Hier brauchen die Länder mehr Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte, vor allem bei der Bedarfsplanung." Die Bedarfsplanung müsse flexibler werden, sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf vor Ort orientieren und dabei die Demografie- und die Morbiditätsentwicklung der Bevölke­rung berücksichtigen, sagte Steffens. Allerdings habe der Bund die ent­sprechenden Länderforderungen für ein Versorgungsgesetz entgegen vorheriger Zusagen nur unzureichend in die Eckpunkte eines solchen Gesetzes einfließen lassen.

Steffens dazu: „Der Bund hat seine Hausaufgaben leider nicht gemacht. Wesentliche Länder-Forderungen, wie z.B. ein Initiativrecht der Länder in den Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bedarfsplanung und die Beauftragung des G-BA, ein Konzept zur Mor­biditätsabbildung in der Bedarfsplanung zu entwickeln, hat der Bund komplett unter den Tisch fallen lassen." Allerdings bestehe zwischen Bund und Ländern weitestgehend Konsens darüber, welche instrumen­tellen Veränderungen notwendig sind, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Dazu gehörten beispielsweise die Lockerung der Residenzpflicht von Ärztinnen und Ärzten, Maßnahmen zur Verbesse­rung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mobile Versorgungs­konzepte.

Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen sagte die Ministerin: "Das Hausärzte­programm, mit dem wir diejenigen Hausärztinnen und Hausärzte för­dern, die sich dazu bereit erklären, sich im ländlichen Raum in Gemein­den niederzulassen, die vom Hausärztinnen- und Hausärztemangel be­droht sind, ist ein erster Schritt. Dieses Programm wollen wir in Nord­rhein-Westfalen zu einem Programm zur 'Sicherstellung der medizini­schen Versorgung in NRW' weiterentwickeln, dies wird der nächste Schritt sein."

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.