Ministerin Steffens: Erster großer Erfolg im Kampf gegen Pflegenotstand - Über 20 Prozent mehr Auszubildende in der Altenpflege - Umlage wirkt

6. Dezember 2012
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Erfolg im Kampf gegen den drohenden Pflegenotstand: Durch Einfüh­rung der Umlagefinanzierung wurde in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege um mehr als 20 Prozent gesteigert. Wegen des drohenden Pflegefachkräftemangels müssen in Nordrhein-Westfalen seit 1. Juli 2012 alle in der Pflege tätigen Einrichtungen in einen Ausbildungsfonds einzahlen, aus dem allen tatsächlich ausbilden­den Unternehmen die Ausbildungsvergütung erstattet wird.

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Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Erfolg im Kampf gegen den drohenden Pflegenotstand: Durch Einfüh­rung der Umlagefinanzierung wurde in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege um mehr als 20 Prozent gesteigert. Wegen des drohenden Pflegefachkräftemangels müssen in Nordrhein-Westfalen seit 1. Juli 2012 alle in der Pflege tätigen Einrichtungen in einen Ausbildungsfonds einzahlen, aus dem allen tatsächlich ausbilden­den Unternehmen die Ausbildungsvergütung erstattet wird.

„Mit der Einführung der Umlagefinanzierung haben wir in Nordrhein-Westfalen einen ersten großen Erfolg gegen den drohenden Pflegenot­stand erzielt und fast 2200 weiteren jungen Menschen eine sichere Job­perspektive eröffnet“, erklärte Pflegeministerin Barbara Steffens in Düs­seldorf. „Das zeigt: Mit politischer Entschlossenheit und gemeinsamer Kraftanstrengung aller Akteurinnen und Akteure in der Pflege sind drin­gend notwendige Maßnahmen erfolgreich umzusetzen“, so die Ministe­rin weiter.

Im Landtagsausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellte die Ministerin den ersten Erfolg der von einer breiten Mehrheit des Landta­ges getragenen Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung an­hand von Zahlen dar. Danach hat die Einführung des Umlageverfahrens dazu geführt, dass die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege im Laufe des Jahres um fast 2200 gestiegen ist. Während die Anzahl der landesgeförderten Ausbildungsplätze im Dezember 2011 noch rund 10.000 betrug, stieg sie bis Dezember 2012 auf rund 12.200. Die Stei­gerung beträgt daher bezogen auf die Gesamtzahl der landesgeförder­ten Auszubildenden 22 Prozent. Ende des Jahres 2012 befinden sich damit in Nordrhein-Westfalen einschließlich der von der Bundesagentur für Arbeit finanzierten Umschülerinnen und Umschüler insgesamt 15.300 Auszubildende in der Altenpflegeausbildung.

„Der Erfolg unterstreicht auch, dass wir junge Menschen für diesen un­verzichtbaren und verantwortungsvollen Beruf motivieren können“, be­tont Steffens.

Hintergrund

Umlage: Die Umlagefinanzierung in der Altenpflege hat der Landtag am 21.12.2011 ohne Gegenstimme (Enthaltung FDP) beschlossen. Die Umlage trat zum 01.07.2012 in Kraft. Die Landschaftsverbände als zu­ständige Behörden haben im ersten Halbjahr 2012 von rund 5000 am Verfahren beteiligten Pflegeheimen und -diensten 87,7 Millionen Euro an Umlagebeiträgen erhoben. Davon wurde den ausbildenden Einrich­tungen und Pflegediensten 100 Prozent der ihnen entstehenden Kosten für die Ausbildungsvergütung erstattet. Die Unternehmen haben eine solche Erstattung für 12.300 Auszubildende (Ausbildungsmonat De­zember 2012) beantragt.

Schulische Ausbildung: Das Land hat die Landesmittel für den landes­geförderten schulischen Teil der Altenpflegefachkraft-Ausbildung deut­lich erhöht. Um rund 4,5 Millionen Euro in diesem Jahr; im Haushalts­entwurf für 2013 sind nochmals rund 13,4 Millionen Euro zusätzlich vor­gesehen. Jeden Fachseminarplatz fördert das Land mit 280 Euro/Monat.

Kontakt zu Pflegeeinrichtungen: Bei Interesse an Berichterstattung aus der Praxis kann eine Liste mit Kontaktdaten zu Pflegeeinrichtungen, die für Beiträge in Wort und Bild zu Verfügung stehen, übermittelt werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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