Ministerin Steffens eröffnet Deutschen Heilpraktikertag

2. April 2011

Ministerin Steffens eröffnet Deutschen Heilpraktikertag: Wir brauchen mehr Miteinander in der medizinischen Versorgung - dazu gehört eine bessere Zusammenarbeit zwischen Schul- und Komplementärmedizin

In ihrer Eröffnungsrede zum Deutschen Heilpraktikertag und der Europäischen Fachmesse für komplementäre und alternative Medizin in Düsseldorf hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens für eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen im Gesundheitswesen geworben.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

In ihrer Eröffnungsrede zum Deutschen Heilpraktikertag und der Europäischen Fachmesse für komplementäre und alternative Medizin in Düsseldorf hat die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute für eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen im Gesundheitswesen geworben. „Wir müssen das ‚Entweder-oder’ in der gesundheitlichen Versorgung überwinden und stärker zu einem ‚Sowohl-als-auch’ kommen", erklärte die Ministerin. Der 28. Deutsche Heilpraktikertag 2011 leiste diesbezüglich vorbildliche Arbeit, weil es wieder einmal gelungen sei, die verschiedenen Fachberufe aus dem Bereich der Naturheilkunde zusammenzubringen: Heilpraktiker, Therapeuten ebenso wie Schulmedizinerinnen und -mediziner. Steffens: „Dialog ist genau das, was wir im Gesundheitswesen insgesamt brauchen. Die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker machen vor, wie dieser Dialog aussehen kann. Mehr Miteinander – das wünsche ich mir in der medizinischen Versorgung." Dabei müssten die Patientinnen und Patienten viel stärker als bisher die Wahl haben zwischen schul- und komplementärmedizinischen Angeboten.

„Die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker mit ihrer Orientierung auf Naturheilkunde haben ihren festen Platz in unserem Gesundheitssystem. Es gibt in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz für diesen Beruf. Vor allem dort, wo die Schulmedizin an Grenzen stößt, beweist die Naturheilkunde ihre Stärke", erklärte die Ministerin. Nicht mehr in die Zeit passe hingegen das Heilpraktikergesetz von 1939. Das Gesetz enthält keine Vorgaben, welches Grundwissen und welche Grundkompetenzen eine Heilpraktikerin oder ein Heilpraktiker haben muss. Es beschränke sich im Wesentlichen auf die sogenannte Gefahrenabwehr. Ministerin Steffens: „Das hat nichts mit Qualitätssicherung zu tun. Wir müssen den Heilpraktikerberuf zukunftsfähiger gestalten."

In diesem Zusammenhang unterstützt die Ministerin die Idee einer modellhaften Erprobung eines Studienangebots für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker an einer Hochschule. Ein entsprechendes Studienangebot stelle einen guten Weg dar, um das wertvolle naturheilkundliche Erfahrungsgut, die naturheilkundliche Medizin und die Therapieverfahren zu sichern, weiterzuentwickeln und weiterzuvermitteln. Ohne damit aber den Beruf auf einzelne Therapierichtungen zu verengen.

„Nordrhein-Westfalen ist bundesweit Vorreiter bei der Durchführung von Modellstudiengängen im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe. Warum soll es bei uns nicht auch einen Modellstudiengang für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker geben? Unser Ziel ist eine hohe Qualität in der gesundheitlichen Versorgung, von der die Patientinnen und Patienten profitieren", sagte Steffens.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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