Erfolgreiche und geschlechterspezifische Suchtpolitik erfordert auch eine frauenspezifische Ausrichtung

15. Dezember 2011

Ministerin Steffens: Erfolgreiche und geschlechterspezifische Suchtpolitik erfordert auch eine frauenspezifische Ausrichtung

Anlässlich der Sitzung des NRW-Netzwerkes Frauen und Sucht eröffnete Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Essen die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW - BELLA DONNA. „Von der Wiedereinrichtung der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW erhoffe ich mir wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der frauenspezifischen Suchthilfearbeit in unserem Land“, so Steffens.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Anlässlich der Sitzung des NRW-Netzwerkes Frauen und Sucht eröffnete Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Essen die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW - BELLA DONNA. „Von der Wiedereinrichtung der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW erhoffe ich mir wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der frauenspezifischen Suchthilfearbeit in unserem Land“, so Steffens. Die Ministerin betonte im Rahmen der Eröffnung auch, dass trotz nachgewiesener Erfolge einer geschlechtsspezifischen Ausrichtung von Suchtprävention und Suchthilfe eine durchgängige Verankerung entsprechender Ansätze im Suchthilfesystem noch nicht gelungen sei. „Dabei ist unbestritten, dass die Entwicklung und der Verlauf einer Sucht maßgeblich von geschlechts-spezifischen Einflussfaktoren bestimmt werden. Um erfolgreiche und frauenspezifische Therapieangebote bieten zu können, brauchen wir deshalb auch eine geschlechterspezifische Ausrichtung bei dem Umgang mit der Sucht", sagte die Ministerin.

Die geschlechtsspezifische Differenzierung in der Suchthilfe ist ein Schwerpunkt der Sucht- und Drogenpolitik der Landesregierung. „Neben einer stärkeren Sensibilisierung für die Belange der betroffenen Frauen und Männer brauchen wir eine nachhaltige fachlich-inhaltliche und strukturelle Verankerung geschlechtsspezifischer Maßnahmen und Strategien in allen Bereichen und auf allen Ebenen des Suchthilfesystems“, fuhr Steffens fort. Die Ministerin stellte dabei klar, dass diesbezüglich noch erhebliche Überzeugungs- und Entwicklungsarbeit geleistet werden müsse.

Steffens nutzte die Gelegenheit der Eröffnung der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW und lobte das große persönliche Engagement sowie die hohe fachliche Kompetenz der Fachfrauen aus den regionalen Arbeitskreisen und Fachgruppen „Frauen und Sucht“, die in 2009 das „NRW-Netzwerk Frauen und Sucht“ gegründet haben. Ihnen sei es zu verdanken, dass trotz der gravierenden Einschnitte in diesem Bereich seit 2006 durch die ehemalige Landesregierung mit diesem Netzwerk ein landesweites Forum geschaffen wurde, das einen Austausch von Erfahrungen und die Bündelung von Kompetenzen ermöglicht. „Um die Angebote für Frauen und Mädchen mit Suchtproblematik sowie um die Prävention in diesem Bereich zu verbessern, wurde somit eine Struktur geschaffen, auf der nunmehr aufgebaut werden kann", so die Ministerin.

Die Stärkung geschlechtsspezifischer Präventions- und Hilfeansätze sowie der Auf- bzw. Ausbau bedarfsgerechter Angebote ist auch ein zentrales Element des als Gemeinschaftsinitiative angelegten Landeskonzepts gegen Sucht, das in Kürze auf den Weg gebracht werden soll. Die Umsetzung soll durch einen Aktionsplan erfolgen, der den Anforderungen an eine moderne und zukunftsgerichtete geschlechtergerechte und geschlechterspezifische Drogen- und Suchtpolitik Rechnung trägt. In Entwicklung und Umsetzung dieses Plans ist die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW aktiv eingebunden.

Die Landesregierung stellt jährlich insgesamt rund 13,7 Millionen Euro für Suchtprävention und -therapie zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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