Am 28. Oktober ist Weltpoliotag

28. Oktober 2011

Ministerin Steffens: Eine Erfolgsgeschichte - Impfung gegen Polio / Am 28. Oktober ist Weltpoliotag

Zu Ehren des Geburtstages von Dr. Jonas Salk wird jährlich am 28. Oktober der Welt-Poliotag begangen. 1955 entwickelte der US-amerikanische Mediziner den ersten Impfstoff gegen Poliomyelitis, kurz „Polio“. Mit seiner Hilfe konnte die Infektionskrankheit nahezu ausgerottet werden. „Das ist eine wahre Erfolgsgeschichte“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Zu Ehren des Geburtstages von Dr. Jonas Salk wird jährlich am 28. Oktober der Welt-Poliotag begangen. 1955 entwickelte der US-amerikanische Mediziner den ersten Impfstoff gegen Poliomyelitis, kurz „Polio“. Mit seiner Hilfe konnte die Infektionskrankheit nahezu ausgerottet werden. „Das ist eine wahre Erfolgsgeschichte“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf.

Polio, das fälschlicherweise oft als „Kinderlähmung“ charakterisiert wird, ist nicht heilbar. Jedoch kann es durch eine Impfung verhindert werden. „Die Erfolge der Polioimpfungen zeigen, dass dies möglich ist. Daher ist es empfehlenswert, in Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu klären, ob ein Impfschutz vorhanden ist oder ob man ihn gegebenenfalls nachholen soll“, so Steffens weiter.

Vor Einführung der Schluck-Impfung war der Poliovirus so verbreitet, dass bereits Kinder infiziert und von der Krankheit befallen waren. Daher stammt auch die Bezeichnung „Kinderlähmung“. Doch der Name täuscht: Erwachsene sind ebenso gefährdet. Polio-Viren werden vor allem durch Schmierinfektion übertragen. Dies kann beispielsweise passieren, wenn man sich nach dem Toilettengang die Hände nicht wäscht und anschließend eine Mahlzeit zubereitet. Beim Essen gelangen die Erreger dann in den Körper.
„Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos, doch der Virus kann auch die Nervenzellen des Rückenmarks befallen und zu bleibenden Lähmungen, vereinzelt auch zum Tod führen“, warnte Steffens. „Der Mensch ist der einzige Träger des Virus. Durch konsequentes Impfen kann die Krankheit deshalb ausgerottet werden. Und solange Polio auf der Welt noch vorkommt, ist die Impfung auch in Deutschland noch weiter zu empfehlen“, so die Ministerin weiter.

2002 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Staaten der Region Europa für poliofrei. In Deutschland trat zuletzt 1990 ein Krankheitsfall auf. 2010 jedoch erkrankten in Europa erstmals wieder Menschen - die Viren waren zuvor aus Indien eingeschleppt worden. Zusammen mit Nigeria, Pakistan und Afghanistan zählt Indien zu den Staaten auf der Welt, in denen das Virus noch weit verbreitet ist. Dramatische Zustände herrschten auch in mehreren Ländern des afrikanischen Kontinents.
„Die zunehmende internationale Mobilität durch Reisen und Migration birgt die Gefahr, dass sich Infektionskrankheiten auch in Regionen neu ausbreiten, in denen sie eigentlich als ausgerottet betrachtet werden. Dies gilt insbesondere bei unzureichenden Durchimpfungsraten“, betonte Steffens.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt, die Standardimpfung bereits während des ersten Lebensjahres durchzuführen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen gibt es je nach Situation entsprechende Regelungen.

Bei weiteren Fragen zur Polioimpfung hilft die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weiter: www.impfen-info.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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