Dr. Eleftheria Lehmann wird Patientenbeauftragte der Landesregierung

13. Dezember 2011

Ministerin Steffens: Dr. Eleftheria Lehmann wird die erste Patientenbeauftragte der Landesregierung - Zentrale Ansprechperson für besondere Anliegen erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen

Dr. Eleftheria Lehmann wird die erste Patientenbeauftragte der Landesregierung in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das Kabinett hat den Vorschlag von Gesundheitsministerin Barbara Steffens gebilligt, Dr. Lehmann als zentrale Ansprechperson für besondere Anliegen erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen zu ernennen. Sie übernimmt die neu geschaffene Funktion zum 1. Mai 2012.

Statement von Ministerin Steffens zur ersten Patientenbeauftragten der Landesregierung.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Dr. Eleftheria Lehmann wird die erste Patientenbeauftragte der Landesregierung in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das Kabinett hat den Vorschlag von Gesundheitsministerin Barbara Steffens gebilligt, Dr. Lehmann als zentrale Ansprechperson für besondere Anliegen erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen zu ernennen. Sie übernimmt die neu geschaffene Funktion zum 1. Mai 2012.

„Diese Landesregierung will den Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik rücken. Dazu gehört auch, dass Patientinnen und Patienten dabei unterstützt werden, sich selbstbestimmt, gleichberechtigt und eigeninitiativ in einem für sie transparenten Gesundheitssystem zu bewegen", sagte Ministerin Steffens. „Als Lotsin im Gesundheitssystem soll die neue Patientenbeauftragte Frau Dr. Elefthria Lehmann die Menschen dabei unterstützen", so Steffens weiter.

Immer wieder wenden sich Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Gesundheitssystem haben, an die Landesregierung oder den Landtag. Handelt es sich um strukturelle, systembedingte Ursachen, müssen Politik und Verwaltung diese Probleme erkennen und versuchen, sie zu beheben. Handelt es sich um individuelle Schwierigkeiten, die über vorhandene Hilfs- und Beratungsstrukturen beseitigt werden können, sollen den Patientinnen und Patienten entsprechende Angebote gemacht werden. Ministerin Steffens: „Egal, was die Ursachen von Problemen im Gesundheitssystem sind: Wir wollen die Menschen in Nordrhein-Westfalen damit nicht alleine lassen."

In Ergänzung bestehender Angebote wie der Unabhängigen Patientinnen- und Patientenberatung, des Netzwerks Patientenberatung NRW, der Verbraucherzentrale Nordhein-Westfalen e.V. und der zahlreichen Selbsthilfeorganisationen soll die Patientenbeauftragte

  • die Anwaltschaft für die Belange erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen übernehmen,
  • geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote vermitteln,
  • Beschwerden und Erfahrungen von Patientinnen und Patienten bündeln und
  • Probleme im System sichtbar machen.

Unterschiedliche soziale Rahmenbedingungen sowie geschlechtsspezifische Bedürfnisse sollen mit Hilfe der Patientenbeauftragten in der medizinischen Versorgung und Forschung stärker berücksichtigt werden. Die Landesministerien werden die Patientenbeauftragte bei allen Gesetzes-, Verordnungs- und sonstigen wichtigen Vorhaben, die Rechte und Fragen des Schutzes der Patientinnen und Patienten betreffen, beteiligen. Die Patientenbeauftragte arbeitet unabhängig und weisungsfrei. In der Landesgesundheitskonferenz erhält sie Sitz und Stimme.

Mit Dr. Eleftheria Lehmann übernimmt eine im Gesundheitswesen Nordrhein-Westfalens verankerte und anerkannte Frau die neue Aufgabe. So leitete sie seit Anfang 2008 das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW). Dort konzipierte sie u. a. den Landesgesundheitsbericht, installierte das Zentrum für Bewegungsförderung und arbeitete mit kommunalen Strukturen zusammen. Zuvor war sie zwölf Jahre Präsidentin der Landesanstalt für Arbeitsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Unter ihrer Leitung wurden zum Beispiel die Arbeitsweltberichterstattung des Landes aufgebaut sowie zahlreiche betriebliche Konzepte zur Umsetzung des Arbeitsschutzes vor allem in Klein- und Mittelbetrieben entwickelt und erprobt, lokale/regionale, nationale sowie europäische Netzwerke initiiert und gefördert.

Planen, koordinieren, Akteurinnen und Akteure zusammenbringen, Neues anschieben - dies kennzeichnet die Biografie der 1947 in Griechenland geborenen Wissenschaftlerin, die 1975 die deutsche Staatsangehörigkeit erwarb. Dr. Eleftheria Lehmann ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.

Das Büro der Patientenbeauftragten wird auf dem Gesundheitscampus im Bochum angesiedelt. Für die erforderliche Ausstattung mit Sachmitteln und Personal (3,5 Vollzeitstellen plus Patientenbeauftragte) stellt das Land pro Jahr rund 400.000 Euro zur Verfügung.

„Für mich wird das ,Brücken bauen' eine der zentralen Aufgaben sein. Deshalb werde ich als erstes den Dialog mit den Patientinnen, Patienten und Angehörigen sowie ihren Organisationen zum einen und den Leistungserbringern und ihren Organisationen zum anderen suchen und für die fortwährende Kommunikation eine geeignete Plattform schaffen. Der Austausch über Erfahrungen, Bedürfnisse, Probleme und Hindernisse wird mir helfen, der wichtigen ,Radarfunktion' der Patientenbeauftragten gerecht zu werden“, erklärte Dr. Eleftheria Lehmann. „Menschen in NRW sollen die beste Gesundheitsversorgung erhalten“, so die künftige Patientenbeauftragte weiter.

Hinweis:
Druckfähige Bilddateien von Frau Dr. Eleftheria Lehmann können unter www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/fotos heruntergeladen werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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