Digitalisierung in der Arbeitswelt

Porträtfoto von Ministerin Barbara Steffens
28. April 2017

Ministerin Steffens: Digitalisierung gelingt nur mit den Frauen – Weibliche Sicht auf Veränderungen der Arbeitswelt stärker einbeziehen

Emanzipationsministerin Barbara Steffens fordert zum „Tag der Arbeit“ eine stärkere aktive Einbeziehung der Sicht von Frauen in die Gestaltung der Prozesse von „Arbeit 4.0“ in Deutschland. Nach einer DGB-Umfrage haben Frauen seltener als Männer die Möglichkeit, den Einsatz digitaler Technik zu beeinflussen. Die Mehrheit der Frauen fühlt sich der Digitalisierung der Arbeitswelt schutzlos ausgeliefert. Häufiger als bei Männern führt bei Frauen digitales Arbeiten zur Mehrbelastung.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Emanzipationsministerin Barbara Steffens fordert zum „Tag der Arbeit“ eine stärkere aktive Einbeziehung der Sicht von Frauen in die Gestaltung der Prozesse von „Arbeit 4.0“ in Deutschland. Nach einer DGB-Umfrage haben Frauen seltener als Männer die Möglichkeit, den Einsatz digitaler Technik zu beeinflussen. Die Mehrheit der Frauen fühlt sich der Digitalisierung der Arbeitswelt schutzlos ausgeliefert. Häufiger als bei Männern führt bei Frauen digitales Arbeiten zur Mehrbelastung.
 
„Gleichberechtigung ist auch bei der Gestaltung und dem Einsatz digitaler Anwendungen in der Arbeitswelt zwingend erforderlich. Wir brauchen hier genauso das Knowhow, die Kreativität und die soziale Kompetenz von Frauen. Es darf nicht länger ausgeblendet werden“, erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens.
 
Auch für die Arbeit 4.0 müssten gleiche berufliche Chancen für Frauen und Männer gelten. Vorrangige Handlungsfelder sind dabei aus Sicht der Ministerin die Stärkung der Mitgestaltungsrechte am Arbeitsplatz und das Angebot passender Fort- und Weiterbildungen für Frauen. Neue Lösungen für mehr Arbeitszeitsouveränität müssten den Bedürfnissen unterschiedlicher Lebensphasen Rechnung tragen. Insbesondere für Eltern, Alleinerziehende und pflegende Angehörige sei es wichtig, dass die zeitliche Organisation von Berufs- und Sorgeaufgaben erleichtert und nicht zusätzlich erschwert werde.
 
„Der digitale Wandel ist kein technologisches Diktat, das wir ohnmächtig hinnehmen müssen. Veränderungen der Arbeitswelt werden gestaltet und sind auch grundsätzlich verhandelbar. Hier stehen vor allem die Sozialpartner in der Pflicht. Der Staat muss die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen“, betonte die Ministerin.
 
Nach der repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes unter dem Titel „Was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für Frauen?“ ist die Verunsicherung durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt bei Frauen mit 52 Prozent deutlich höher als bei Männern (43 Prozent).
 
„Der digitale Wandel bedeutet mehr als nur technologische Entwicklung. Er markiert einen grundlegenden Umbruch für unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt. Wenn wir rückblickend die Arbeitsbeschleunigung durch die Etablierung des Mailverkehrs anstelle des alten Systems der Papierpost betrachten, wird klar, wie groß die Auswirkungen technischer Entwicklungen sein können. Deswegen darf Technik kein Selbstzweck sein, sondern muss sinnvoll für Arbeitsprozesse und Beschäftigte sein. Sie muss Arbeit erleichtern, verständlich und transparent sein. Dies gelingt nur, wenn männliche und weibliche Blicke in die Entwicklung und Umsetzungsprozesse einfließen“, betonte die Ministerin.
 
Nach Schätzungen der EU-Kommission erfordern in naher Zukunft rund 90 Prozent aller Berufe digitale Kompetenzen. Noch weiß niemand genau, wie sich die Digitalisierung auf die Zahl der Arbeitsplätze und auf einzelne Berufe auswirken wird. Frauendominierte Tätigkeiten in Bankfilialen und im stationären Einzelhandel sind bereits durch die Verbreitung von Online-Service betroffen. Weniger gefährdet sind die Bereiche Gesundheit, Pflege und Erziehung, in denen ebenfalls besonders viele Frauen arbeiten. Gleichzeitig entstehen im Zuge der Digitalisierung jedoch auch neue Tätigkeiten.
 
„Es darf keine Aufteilung der Geschlechter in Gewinner und Verlierer der Digitalisierung geben. Deshalb muss die weibliche Sicht auf die Veränderungen der Arbeitswelt stärker als bisher berücksichtigt werden“, sagte die Ministerin. Erst in der letzten Aprilwoche forderte der internationale Women20-Gipfel in Berlin die G20-Staaten zur stärkeren Beteiligung von Frauen bei der Gestaltung digitaler Prozesse auf. Öffentlich beachtet wurde jedoch vor allem der Besuch des Gipfels von Ivanka Trump.
 

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