Größte Gefahr: Vergessen einfachster Hygieneregeln

24. August 2010

Ministerin Steffens: „Die größte Gefahr ist das Vergessen einfachster Hygieneregeln“

Nordrhein-Westfalen hat bereits seit 1989 Regelungen zum Infektions­schutz in Krankenhäusern verbindlich vorgegeben. Die Verordnung wird entsprechend neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse regelmäßig aktualisiert. Darauf macht Gesundheitsministerin Barbnara Steffens aufmerksam.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt zur Debatte um Hygiene-Vorschriften in Krankenhäusern mit:

Nordrhein-Westfalen hat bereits seit 1989 Regelungen zum Infektions­schutz in Krankenhäusern durch eine Krankenhaushygieneverordnung (KHHygVO)  verbindlich vorgegeben.  Damals war Nordrhein-Westfalen das erste Bundesland mit einer eigenen KHHygVO. Die Verordnung wird entsprechend neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse regelmäßig aktualisiert. Die derzeit gültige Fassung ist seit 1. Januar 2010 in Kraft. Sie schreibt den Krankenhausträgern unter anderem vor, alle betrieb­lich-organisatorischen und baulich-funktionellen Voraussetzungen für die Einhaltung von Hygiene-Grundsätzen sicherzustellen und für die Durchführung der notwendigen hygienischen Maßnahmen zu sorgen. Dazu gehören die Bildung einer Hygienekommission, zusätzliche Beratung durch einen Krankenhaushygieniker, die Beschäftigung von Hygienefachkräften und die Bestellung von Hygienebeauftragten.  Die Hygienekommission hat insbesondere die Aufgabe, darauf hinzuwirken, dass Hygienepläne erstellt, überwacht und eingehalten werden. Auch die Verpflichtung zur regelmäßigen Fortbildung der Hygienefachkräfte, um sich mit dem aktuellen Stand der Krankenhaushygiene vertraut zu machen, ist Bestandteil dieser Verordnung.

"Die nordrhein-westfälische Krankenhaushygieneverordnung regelt seit mehr als zwei Jahrzehnten, welche besonderen Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern getroffen werden müssen", erklärte Gesundheits­ministerin Barbara Steffens heute in Düsseldorf. "Die Infektionsgefahr ist damit jedoch nicht grundsätzlich gebannt. Eine regelmäßige kritische Überprüfung, ob vorhandene Strategien noch ausreichen, muss unter allen Verantwortlichen im Gesundheitssystem eine Selbstverständlich­keit sein", so die Ministerin. Sie wies zugleich noch einmal auf die Bedeutung einfachster Hygieneregeln hin. "Schon durch kleine Nach­lässigkeiten wie unzureichendes Händewaschen können Hygiene­probleme entstehen. Deshalb setzt der Schutz vor Infektionen auch immer ein verantwortungsvolles Handeln jedes Einzelnen voraus. Die größte Gefahr ist das Vergessen. Deshalb sollte man sich selbst und andere immer wieder daran erinnern, wie wichtig gerade die Einhaltung einfachster Hygieneregeln ist."

Hintergrundinformation:
Dem Ministerium liegen keine Zahlen über die Häufigkeit von Infektion in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen vor.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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