Demenz als Teil unseres Lebens akzeptieren und würdevoll gestalten

12. April 2012

Ministerin Steffens: Demenz als Teil unseres Lebens akzeptieren und würdevoll gestalten

Auch ein Leben mit Demenz kann und muss von Würde, Lebensqualität und soweit wie möglich von Selbstbestimmung geprägt sein. Darauf weist die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter anlässlich der jüngsten Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin, die eine Verdoppelung von Alzheimer und anderen Demenz-Erkrankungen bis 2030 voraussagt.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Auch ein Leben mit Demenz kann und muss von Würde, Lebensqualität und soweit wie möglich von Selbstbestimmung geprägt sein. Darauf weist die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter anlässlich der jüngsten Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin, die eine Verdoppelung von Alzheimer und anderen Demenz-Erkrankungen bis 2030 voraussagt. „Eine Demenzerkrankung wird für viele von uns ein Teil unseres Lebens sein. Als unmittelbar Betroffene/Betroffener oder als Angehörige/ Angehöriger. Es wird Zeit, dass wir als Gesellschaft diese Erkenntnis endlich bewusst annehmen und die Rahmenbedingungen für ein würdevolles, möglichst selbstbestimmtes Leben auch mit Demenz positiv gestalten“, erklärte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Die jüngsten Prognosezahlen der WHO verdeutlichten erneut die Dringlichkeit, durchgreifende Reformen anzugehen. „Wir alle müssen uns der Situation stellen. Dass das Thema Demenz innerhalb der Gesellschaft auch so angstbesetzt ist, hat vor allem damit zu tun, dass wir eigentlich alle wissen, dass unser Pflegesystem ein solches würdevolles Leben heute in vielen Fällen eben noch nicht ermöglicht“, so Steffens weiter.

Dabei wisse man aus zahlreichen Untersuchungen und Modellversuchen, wie erkennbar die Lebensqualität und das Lebensglück von Demenz-Erkrankten gesteigert werden könne: Mit einer sehr kleinteiligen, an der vertrauten Lebensumgebung anknüpfenden Hilfestruktur oder auch in speziellen Demenz-Wohnkonzepten, die sehr genau auf die speziellen Bedürfnisse demenzkranker Menschen eingehen und sie bis zum Lebensende als Menschen mit durchaus klaren Bedürfnissen wahrnehmen.

„Wir müssen endlich dafür sorgen, dass die Realität der demographischen Entwicklung und die vorliegenden Erkenntnisse auch in unsere Politik und Pflegepraxis Einzug halten. Und wir müssen hierfür endlich mehr Geld bereit stellen“, fordert Steffens. „Menschen sind am Anfang und zunehmend auch am Ende ihres Lebens auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen. Nur behandelt die Gesellschaft beide Bedarfe völlig unterschiedlich. Während wir für bessere Kinderbetreuung und -bildung gerne und zu Recht bereit sind, Milliardenbeträge aufzuwenden, streiten wir uns um Hinterkommastellen bei den Versicherungsbeiträgen, wenn es um die Absicherung eines würdevollen Altwerdens geht. Und das, obwohl wir alle nichts mehr fürchten, als den Verlust der Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter. Hier muss die Gesellschaft und vor allem die Politik dringend umdenken.“

Die Mehrheit der Menschen sei bereit, für die Gewissheit, im Alter - auch bei Demenz - gut versorgt zu sein, mehr Geld auszugeben, davon ist Ministerin Steffens mit Blick auf den Bund überzeugt, der bisher eine durchgreifende Pflegereform verweigere. Steffens: „Leider fehlt dem Bundesgesundheitsminister trotz dieser Bereitschaft der meisten Menschen der Mut, einen Reformentwurf vorzulegen, der gerade den Demenzkranken wirklich hilft.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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