Steffens: Bilder gegen Genitalverstümmelung

3. Februar 2012

Ministerin Steffens: Bilder gegen Genitalverstümmelung - Broschüre erscheint zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

Mit großen Augen, die Schultern zusammengezogen blickt das junge Mädchen hoch auf die kräftige Frau, die es fest an den Armen gepackt hält. Eine Rasierklinge symbolisiert, was dem kleinen Mädchen bevorsteht: Die Verstümmelung ihrer Genitalien - mit solchen und weiteren eindringlichen Bildern wendet sich eine soeben erschienene Broschüre gegen das grausame Ritual der Genitalverstümmelung. Gefördert wird die Broschüre mit Mitteln des Gesundheits- und Emanzipationsministeriums.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit großen Augen, die Schultern zusammengezogen blickt das junge Mädchen hoch auf die kräftige Frau, die es fest an den Armen gepackt hält. Eine Rasierklinge symbolisiert, was dem kleinen Mädchen bevorsteht: Die Verstümmelung ihrer Genitalien - mit solchen und weiteren eindringlichen Bildern wendet sich eine soeben erschienene Broschüre gegen das grausame Ritual der Genitalverstümmelung. Gefördert wird die Broschüre mit Mitteln des Gesundheits- und Emanzipationsministeriums. „Genitalverstümmelung ist kein Randthema. Allein hier bei uns in Nordrhein-Westfalen sind rund 5.600 Mädchen und Frauen davon betroffen oder bedroht. Die Broschüre will aufklären und helfen, dass es erst gar nicht soweit kommt“, sagte Ministerin Barbara Steffens anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung, der am 6. Februar begangen wird. Weltweit sind rund drei Millionen Mädchen von diesem Gewaltakt betroffen.

Die Broschüre zeigt in starken Szenenbildern die Grausamkeit des Rituals und seinen Folgen und kommt dabei ganz ohne Worte aus. Nicht zuletzt, weil viele der Menschen, an die sich die Broschüre richtet, nicht lesen können oder Sprachen sprechen, die nicht alle abgedeckt werden können. Die Bilder wenden sich gegen ein Ritual, bei dem Mädchen im Alter zwischen vier und vierzehn Jahren - meist ohne Betäubung - mit Glasscherben, Messern oder Rasierklingen die äußeren Schamlippen und die Klitoris entfernt werden.

Herausgeber der Broschüre ist der Verein Aktion Weißes Friedensband. Mit Requisiten des Rheinischen Landestheaters Neuss wurden Situationen nachgestellt, die für verstümmelte Mädchen lebensbedrohlich werden können. „Diese Mädchen wurden buchstäblich zugenäht. Ihre erste Menstruation oder die Geburt eines Kindes kann zu schweren Komplikationen führen“, erläutert Friedensband-Geschäftsführer Günter Haverkamp.

Die Broschüre, die auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingesetzt wird, ist kostenfrei erhältlich und wird in Ausländerbehörden und Beratungsstellen ausgelegt. Außerdem soll sie auch bei Aktionen in Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, um auf das Thema Genitalverstümmelung aufmerksam zu machen. Die vom Ministerium geförderte Beratungsstelle des Vereins stop mutilation und die mehrsprachige Telefonberatung Kutairi (Kiswahili für Beschneidung) haben bereits wesentlich zur Sensibilisierung bei Fachkräften des Gesundheitswesens, in Schulen, Behörden und bei der Polizei beigetragen.

Terminhinweis:
Anlässlich des Internationalen Tages gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien findet am Sonntag, 5. Februar 2012 ab 14.00 Uhr im Düsseldorfer Savoy-Theater, Graf-Adolf-Straße 47, eine Veranstaltung statt. Veranstalter ist JÁPPOO-NRW e.V. (Verein der Senegalesen in NRW). Dr. Ousseiny Coulibaly, Gynäkologe aus New York, berichtet über die Bekämpfung der Genitalverstümmelung in den USA, Zion Melak referiert über die Aufklärungsarbeit der Frauen in Eritrea und Rechtsanwalt Dirk Wüstenberg geht der Frage nach, wieweit Betroffene, durch die Schweigepflicht ihrer Ärzte „geschützt“ sind. (Ministerin Steffens wird an der Veranstaltung nicht teilnehmen können.)

Zum Herunterladen: Die Broschüre wird auch im Internet angeboten. Zu finden ist sie auf der Seite des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (www.mgepa.nrw.de), der Seite des Runden Tisches gegen Mädchenbeschneidung (www.fgm-nrw.info), der Seite der Telefonberatung KUTAIRI (www.kutairi.de) sowie der Beratungsstele stop-mutilation (www.stop-mutilation.de).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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