Fachkongress: Telematik im Gesundheitswesen

8. September 2010

Ministerin Steffens: „Bei Entwicklung und Einsatz von Telematik im Gesundheitswesen mehr an Nutzerinnen und Nutzer denken“ / 6. Fachkongresses IT-Trends Medizin/Health Telematics

„Bei der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen reden wir zu viel über die Technik und zu wenig über die Nutzerinnen und Nutzer“, das sagte Gesundheitsministerin Steffens anlässlich der Eröffnung des 6. Fachkongresses IT-Trends Medizin/Health Telematics in Essen.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Bei der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen reden wir zu viel über die Technik und zu wenig über die Nutzerinnen und Nutzer“, das sagte Landesgesundheitsministerin Steffens anlässlich der Eröffnung des 6. Fachkongresses IT-Trends Medizin/Health Telematics heute (8. September 2010) in Essen.

„Am Anfang muss die Frage stehen: Was brauchen Bürgerinnen und Bürger, was benötigen die Patientin und der Patient sowie die Ärztin und der Arzt wirklich für eine bessere, qualitativ hochwertigere medizinische Versorgung. Das ist eine inhaltliche und keine technische Fragestellung“, so die Ministerin weiter.

Richtig eingesetzt eröffne die Telematik und Telemedizin große Chancen: Beim elektronischen Arztbrief und der Pflegedokumentation, bei der Entwicklung einheitlicher Schnittstellen zwischen den vielen verschiedenen Informationssystemen der Krankenhäuser und Arztpraxen sowie beim patientenorientierten Einsatz der Telemedizin.

„Die Chancen zeitgemäßer Kommunikation werden im Gesundheitswesen aber nur akzeptiert und wirksam werden, wenn die Kommunikation medizinischer Daten absolut geschützt und sicher erfolgt. Und wenn wir dafür sorgen, dass Telematik und Telemedizin die persönliche ärztliche und pflegerische Sorge unterstützen, aber nicht ersetzen.“ Auch die neue Landesregierung wolle deshalb die Vorreiterrolle Nordrhein-Westfalens in der Telematik im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer stärken.

Neben dem elektronischen Arztbrief und dem elektronischen Arztausweis soll es auch eine elektronische Pflegedokumentation geben, die die Qualität der ambulanten Pflege steigert und auch den Anforderungen hoch betagter Patientinnen und Patienten gerecht wird. Die dazu erforderlichen elektronischen Berufsausweise für die Angehörigen der Gesundheitsfachberufe sollen über das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR), das seinen Sitz auf dem Gesundheitscampus in Bochum haben soll, ausgegeben werden.

Die Entwicklung elektronischer Patientenakten im Projekt EPA 2015 bleibt ein gewichtiger Schwerpunkt der Landesinitiative eGesundheit.nrw. Nordrhein-Westfalen strebt hierbei eine enge Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Fachhochschule Dortmund sowie dem Verband der Hersteller von IT im Gesundheitswesen an.

Ziel dieser Kooperation ist, die Arbeiten an elektronischen Aktensystemen bundesweit zu koordinieren und vor allem offene Fragen des Datenschutzes gemeinsam mit den Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern zu klären.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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