3. Zukunftskongress öffentliche Apotheke

5. Februar 2011

Ministerin Steffens auf dem 3. Zukunftskongress öffentliche Apotheke: „Menschen in den Mittelpunkt stellen“

„Menschen im Quartier brauchen ihre ortsnahe Apotheke zur Arzneimittelversorgung, zur persönlichen Beratung zum Arzneimittel und für Hilfen zur gesunden Lebensführung“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens anlässlich des 3. Zukunftskongresses öffentliche Apotheke" des Apothekerverbandes Nordrhein im ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Menschen im Quartier brauchen ihre ortsnahe Apotheke zur Arzneimittelversorgung, zur persönlichen Beratung zum Arzneimittel und für Hilfen zur gesunden Lebensführung“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute anlässlich des 3. Zukunftskongresses öffentliche Apotheke" des Apothekerverbandes Nordrhein im ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn.

Die Ministerin forderte die Apothekerinnen und Apotheker auf, ein Bild zu einer besseren und kostengünstigeren Arzneimittelversorgung zu entwerfen. Dabei sollten sie die Menschen, die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellen. Eine gute Arzneimittelversorgung sei von entscheidender Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. „Apothekerinnen und Apotheker sind in erster Linie Heilberufler. Apotheken sind keine Handelsgeschäfte wie andere, sondern ein wichtiger Teil des Gesundheitswesens. Apotheken garantieren ein Stück soziale Infrastruktur in den Gemeinden und Quartieren. Wer krank ist, muss sich darauf verlassen können, alle notwendigen, qualitativ hochwertigen Arzneimittel in den Apotheken zu erhalten. Das gilt für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Einkommen, Geschlecht, Herkunft, sozialer Lage und Wohnort“, so Steffens.

Die Ministerin sprach sich in ihrer Rede gegen Versandhandel, Pick-up-Stellen und Kettenapotheken aus. "Betreiber von Kettenapotheken suchen sich wirtschaftliche Standorte aus und hinterlassen unwirtschaftliche Standorte als Ruinen. Das gefährdet die flächendeckende Arzneimittelversorgung.“

Die Patientinnen und Patienten bräuchten eine professionelle Begleitung durch die Apothekerinnen und Apotheker. Jede Apotheke sollte gewährleisten können, die Patientinnen und Patienten vertraulich, persönlich, individuell und unaufgefordert zu jedem Arzneimittel beraten zu können. Wichtige Informationen sollten sie auch in schriftlicher Form mit nach Hause nehmen, um sie dort in Ruhe nachzulesen, zu verstehen und umsetzen zu können.

Steffens sprach sich auch für ein stärkeres Engagement der Apothekerinnen und Apotheker in der Prävention aus. Sie sollten beispielhaft Diabetiker und Asthmatiker schulen und ihre Kenntnisse zum Arzneimittel und zur gesunden Lebensführung in Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtung einbringen.

Ältere Menschen nehmen in der Regel mehrere Arzneimittel ein. Aus diesem Grund ist die Arzneimittelversorgung dort mit vielen Risiken behaftet. Hier tragen die Apothekerinnen und Apotheker eine besondere Verantwortung: „Ich möchte, dass auch die älteren Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Die allermeisten älteren Menschen wollen in ihrer eigenen Wohnung alt werden. Wünschenswert ist es daher, dass sie deshalb ihre Arzneimittel in ihrem vertrauten Umfeld erhalten und zum richtigen Zeitpunkt einnehmen", sagte die Ministerin.

Bei der Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen sollten die Apotheken für jede Person eine Medikationsdatei führen, Neben- und Wechselwirkungen prüfen und insbesondere die Pflegekräfte über Arzneimittel schulen, damit bei der Anwendung keine Fehler passieren. Steffens warnte in diesem Zusammenhang vor der unkritischen Verordnung und Vergabe von Psychopharmaka für ältere Menschen, da diese die Freiheit einschränken und häufig auch zu neuem Leid und neuen Kosten führen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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