Steffens: Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft

7. November 2011

Ministerin Steffens: Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft - wir müssen alles tun, um Menschen dafür zu gewinnen

Die nordrhein-westfälische Pflegeministerin Barbara Steffens hat im Rahmen der Abschlusstagung „Pflege mit Niveau - qualifiziert in die Zukunft!“ des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) und der Fachhochschule Bielefeld für eine Reform der Pflegeausbildung und attraktivere Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in der Pflege geworben.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Pflegeministerin Barbara Steffens hat im Rahmen der Abschlusstagung „Pflege mit Niveau - qualifiziert in die Zukunft!“ des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) und der Fachhochschule Bielefeld für eine Reform der Pflegeausbildung und attraktivere Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in der Pflege geworben. „Wir müssen deutlich mehr Menschen für Pflegeberufe gewinnen: Durch bessere Arbeitsbedingungen und veränderte Bildungswege, die Aufstiegschancen erleichtern", sagte die Ministerin vor mehreren hundert Vertreterinnen und Vertretern von Wohlfahrts- und Fachverbänden, Hoch- und Pflegeschulen, Praxiseinrichtungen und verschiedener Ministerien in Berlin.

Pflege sei ein Beruf mit Zukunft, unterstrich Steffens. Voraussetzung für eine menschliche, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierte Pflege seien engagierte, motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gegen den Fachkräftemangel in der Pflege - schon im vergangenen Jahr fehlten allein in Nordrhein-Westfalen rund 3000 Absolventinnen und Absolventen einer Pflegeausbildung - sei eine Gesamtstrategie er­forderlich: Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Anerkennung, mehr Aus- und Fortbildung sowie einfachere Wechselmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Bildungswegen. „Der Aufstieg von der ausgebildeten Helferin, dem ausgebildeten Helfer bis hin zur akademisch qualifizierten Pflegekraft muss unkompliziert möglich sein", so Steffens.

Gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. in Köln und die Fachhochschule Bielefeld von 2008 bis 2011 das „Modell einer gestuften und modulari­sierten Altenpflegequalifizierung" wissenschaftlich untersucht. Als wesentliche Erkenntnisse wurden hierzu modularisierte, aufeinander aufbauende und damit durchlässig gestaltete Ausbildungswege für die Altenpflege erprobt sowie ein so genannter Qualifikationsrahmen für den Arbeitsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Men­schen entwickelt. Die zentralen Ergebnisse aus dem Projekt werden auf der zweitägigen Tagung in Berlin diskutiert.

Zur Weiterentwicklung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe hat das Land Nordrhein-Westfalen vielfältige Maßnahmen ergriffen: Es ist z. B. mit zehn Modellvorhaben an sechs Standorten (Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, Köln, Münster und Rheine) bundesweit Vorreiter bei den Modellstudiengängen zur Erprobung einer bedarfsgerechten Akade­misierung. Durch Einführung einer Ausbildungsumlage - sämtliche Pflegeeinrichtungen müssen ab kommendem Jahr in einen Ausbil­dungsfonds einzahlen, aus dem die Kosten für die Ausbildung finanziert werden -  wird Nordrhein-Westfalen die Ausbildungsbereitschaft im Bereich der Altenpflege erhöhen.
Hintergrund:
In Nordrhein-Westfalen sind derzeit mehr als 500.000 Menschen pflegebedürftig. Diese Zahl wird nach aktuellen Prognosen bis zum Jahr 2050 auf rund 945.600 Menschen steigen (2015: 563.000, 2020: 610.000, 2030: 693.000), was gegenüber 2007 nahezu eine Verdoppelung ist. Die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankungen liegt bei etwa 250.000 bis 300.000. In NRW gibt es für die Altenpflege ca. 2000 vollstationäre Pflegeheime und rund 2300 ambulante Pflegedienste. Derzeit befinden sich in NRW rund 11.400 Altenpflege­schülerinnen und -schüler in der dreijährigen Altenpflegefachkraft­ausbildung. Insgesamt sind in NRW rund 93.000 ausgebildete Hilfs- und Fachkräfte in der Altenpflege tätig.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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