Schulze: Studiengebühren ab­schaffen, um Hürden zu senken

23. September 2010

Ministerin Schulze: „Studiengebühren ab­schaffen, um Hürden zu senken“ / Angst vor Schulden hält Abiturienten vom Studium ab

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hält die Abschaffung von Studiengebühren für unerlässlich, um die Hürden für die Aufnahme eines Studiums abzusenken. „Wir müssen Bildungsgerechtigkeit schaffen, damit kein Talent verloren geht", so die Ministerin.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hält die Abschaffung von Studiengebühren für unerlässlich, um die Hürden für die Aufnahme eines Studiums abzusenken. „Wir müssen Bildungsgerechtigkeit schaffen, damit kein Talent verloren geht", kommentierte Schulze den Ländercheck Studiengebühren, den der Stifterverband heute vorgelegt hat. „Studiengebühren schrecken ab - daran ändert auch diese Untersuchung nichts", erklärte die Ministerin.
Die Angst vor Schulden sei der Hauptgrund für Abiturienten, kein Studium aufzunehmen, so Schulze mit Verweis auf den kürzlich erschienenen Bildungsbericht der Bundesregierung. Insgesamt 68 Prozent der Befragten gaben dort an, dass Studiengebühren ihre finanziellen Möglichkeiten überstiegen, bei Studienberechtigten aus Nicht-Akademiker-Familien waren es sogar 73 Prozent. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels brauche Nordrhein-Westfalen alle Begabungen. „Sie sind der Schlüssel für wirtschaftliche Stärke und Zukunftsfähigkeit, für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in NRW", erklärte Schulze.

Die Landesregierung hat das Gesetz zur Verbesserung der Chancengleichheit am Hochschulzugang in der vergangenen Woche in den Landtag eingebracht. Damit sollen die Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester zum Wintersemester 2011/2012 abgeschafft werden. Den Hochschulen soll dauerhaft das bisherige Geld aus Studiengebühren garantiert werden, damit sie die Qualität in der Lehre weiter verbessern können.
www.innovation.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.

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