Modellprojekt zum Schutz von Gewalt gegen Frauen

24. November 2017

Ministerin Scharrenbach: Nordrhein-Westfalen beteiligt sich am Modellprojekt zum Schutz von Gewalt gegen Frauen

Nordrhein-Westfalen wird sich an dem Modellprojekt des Bundes zur Weiterentwicklung des Hilfesystems zum Schutz von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt beteiligen.

 
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Nordrhein-Westfalen wird sich an dem Modellprojekt des Bundes zur Weiterentwicklung des Hilfesystems zum Schutz von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt beteiligen. Mit der Umsetzung des Projektes wird Nordrhein-Westfalen das erste Mal das Schutz- und Hilfesystem unter unterschiedlichen regionalen Rahmenbedingungen in den Blick nehmen und für gewaltbetroffene Frauen bedarfsgerecht weiterentwickeln. Nordrhein-Westfalen ist eines von fünf Bundesländern, das vom Bund für das Modellvorhaben ausgewählt wurde.
 
„Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen Schutz. Dass Nordrhein-Westfalen vom Bund als Projektregion ausgewählt wurde, ist eine zusätzliche Unterstützung. Die Nordrhein-Westfalen-Koalition hat sich darauf verständigt, das spezialisierte Hilfeleistungssystem aus ambulanten und stationären Angeboten wissenschaftlich zu analysieren, um zu einer landesweit bedarfsdeckenden Versorgung zu kommen. Dafür ist das Bundesprojekt ein wertvoller Baustein“, sagt Ministerin Scharrenbach anlässlich des morgen stattfindenden Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
 
Im Jahr 2016 gab es 28.227 polizeiliche Einsätze wegen häuslicher Gewalt. In 14.605 Fällen wurde der gewalttätige Partner der Wohnung verwiesen und in 11.089 Fällen erfolgte eine Weitervermittlung der betroffenen Frauen durch die Polizei an Beratungsstellen.
 
Um Frauen in diesen Fällen einen umfassenden Schutz zu bieten, wird das Land die finanziellen Mittel für die Hilfeinfrastruktur weiter ausbauen. In einem ersten Schritt hat die Landesregierung die Personalkostenpauschalen, die das Land den Frauenhäusern zahlt, zum 1. September 2017 um 2,5 Prozent erhöht (entspricht 200.000 Euro jährlich). Zusätzlich wird die Beschränkung der geförderten Sachmittel auf bestimmte Ausgabezwecke ab 2018 aufgegeben; damit können die Pauschalen von den Einrichtungen flexibler und bedarfsorientierter eingesetzt werden. Weitere Mittelaufstockungen, auch für die Frauenberatungsstellen, sind in Planung.
 
„Auch in qualitativer Hinsicht nehmen wir die Frauenhilfeinfrastruktur in den Blick“, betonte Ministerin Scharrenbach. „Ein wichtiges Modellprojekt ist in diesem Zusammenhang ‚Richtungswechsel – sichtbar – sicher – selbstbestimmt‘ des Frauenhauses ,hexenHaus‘ in Espelkamp. Hier wurde die Anonymität des Frauenhauses zugunsten eines erweiterten Sicherheitskonzepts aufgegeben. Zudem wurden besondere Angebote für Kinder im Frauenhaus entwickelt und erprobt“, so die Ministerin. 
 
Um das Thema Gewalt gegen Frauen auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, beteiligt sich das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung an der Fahnenaktion der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ mit dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“.  
 
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