Ministerin Schäfer: Zunahme von Sorgerechtsentziehungen in NRW macht Bedeutung der Prävention deutlich

12. Juli 2011

Ministerin Schäfer: Zunahme von Sorgerechtsentziehungen in NRW macht Bedeutung der Prävention deutlich

Als bedenklich wertete die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer die aktuellen Zahlen zu Sorgerechtsentziehungen in NRW, die IT NRW heute in Düsseldorf veröffentlicht hat. Laut dem Statistischen Landesamt gab es 2010 in Nordrhein-Westfalen rund zehn Prozent mehr Sorgerechtsentziehungen als im Vorjahr.

Düsseldorf, 12. Juli 2011. Als bedenklich wertete die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer die aktuellen Zahlen zu Sorgerechtsentziehungen in NRW, die IT NRW heute in Düsseldorf veröffentlicht hat. Laut dem Statistischen Landesamt gab es 2010 in Nordrhein-Westfalen rund zehn Prozent mehr Sorgerechtsentziehungen als im Vorjahr.

„Die traurige Zunahme zeigt einmal mehr, dass der präventive Ansatz in der Kinder- und Jugendpolitik der einzig richtige Weg ist. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Prävention und frühe Hilfen für Familien in schwierigen sozialen sowie persönlichen Lagen. Nur mit rechtzeitiger Unterstützung können wir vermeiden, dass Kinder und Jugendliche von ihren Eltern getrennt werden müssen, weil sich ihre familiäre Situation so dramatisch zugespitzt hat, dass sie in ihren Familien nicht mehr leben können. Die psychische Bewältigung einer solchen oftmals traumatischen Erfahrung mit all seinen Folgeerscheinungen ist um ein Vielfaches schwieriger als die frühzeitige Hilfe. Und außerdem für den Steuerzahler am Ende auch wesentlich teurer“, erklärte Schäfer.

Die bessere Förderung von Familienzentren in sozial benachteiligten Stadtteilen, die individuelle Beratungsangebote für Familien und ihre Kinder bieten, sei ein Beispiel, das dem Präventionsansatz Rechnung trage. Die Landesregierung stelle deshalb den Familienzentren allein in diesem Jahr 3,8 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Insgesamt stünden im Haushalt 2011 rund 26, 8 Millionen Euro für ihre Arbeit bereit.  Darüber hinaus sei der Ansatz des Kinder- und Jugendförderplans, in dessen Mittelpunkt ebenfalls der Präventionsgedanke stehe, von 80 Millionen Euro um 20 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro erhöht worden.

„Davon ist jeder Cent gut investiert, denn Prävention ist in jedem Fall besser und günstiger als Intervention“, sagte Schäfer.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.