Ministerin Schäfer und Kunststiftung NRW verleihen Nam June Paik Award

31. Oktober 2012

Ministerin Schäfer und Kunststiftung NRW verleihen Nam June Paik Award

Kulturministerin Ute Schäfer hat heute gemeinsam mit Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, im Kunstmuseum Bochum den Nam June Paik Award an Cevdet Erek verliehen. Den internationalen Medienkunstpreis der Kunststiftung NRW erhält der 38jährige Künstler, der in Istanbul lebt und arbeitet, für seine Arbeit "SSS/Shore Scene Soundtrack".

Düsseldorf, 31. Oktober 2012. Kulturministerin Ute Schäfer hat heute gemeinsam mit Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, im Kunstmuseum Bochum den Nam June Paik Award an Cevdet Erek verliehen. Den internationalen Medienkunstpreis der Kunststiftung NRW erhält der 38jährige Künstler, der in Istanbul lebt und arbeitet, für seine Arbeit "SSS/Shore Scene Soundtrack".

Der Nam June Paik Award wird seit 2002 im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgelobt. Er wurde nach dem gleichnamigen, 2006 verstorbenen Künstler, der als "Vater der Videokunst" gilt, benannt. Seine monumentalen Installationen sind in den großen Museen der Welt zu sehen. Nam June Paik, Amerikaner koreanischer Abstammung, wurde 1932 in Seoul geboren, studierte in Tokio und kam in den 1950er Jahren nach Deutschland, um in Freiburg und München Komposition und Musikgeschichte zu studieren. In den folgenden Jahrzehnten wurde er zum Star der westlichen Kunst-Szene. 1978 bis 1995 lehrte er an der Kunstakademie in Düsseldorf.

"Der Nam June Paik Award ist für unser Kulturland ein ausgesprochen wichtiger Preis. Er unterstreicht die Bedeutung Nordrhein-Westfalens für die internationale Video- und Medien-Kunst", sagte Schäfer. Seit in den 60er Jahren im Rheinland die ersten bedeutenden Ausstellungen zur Video- und Medienkunst konzipiert und präsentiert wurden, sei das Engagement für die Medienkunst in NRW vielfältig und vielseitig. "Medienkunst ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung, Lehre und Forschung an den Kunsthochschulen und -akademien in Nordrhein-Westfalen. Die Kunststiftung NRW und  das Land  verleihen den Nam June Paik Award mit Stolz. Viele der in den vergangenen Preisverleihungen nominierten und ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler haben inzwischen internationale Anerkennung erfahren", erklärte die Ministerin. 

Den Förderpreis 2012 erhält Céline Berger.

Begründung der Jury

Nam June Paik Award 2012: Cevdet Erek

SSS/Shore Scene Soundtrack ist eine seit 2007 andauernde Arbeit des Künstlers Cevdet Erek. Es ist eine performative, konzeptionelle Aufforderung an den Betrachter, "die Klänge des Strandes mit zwei Händen und einem Stück Teppich nachzuahmen". Dieses bewegende Projekt verwandelt die neutrale Architektur des Ausstellungsraumes in einen phantastischen und poetischen Ort. Es stellt eine Herausforderung an die körperlichen und geistigen Eigenschaften des künstlerischen Erlebnisses dar. Es gelingt Cevdet Erek mit sehr einfachen Mitteln, von Mensch und Welt zu erzählen, ohne auf mediale Besonderheiten und nationale Eigenschaften zurückzugreifen. Erek verkörpert den Geist des Nam June Paik und post-avantgardistischer Arbeiten wie etwa Fluxus. Sein Schaffen vereint Kunst und Leben und definiert den Alltag als andauernd unvorhersehbare und universelle Erfahrung neu.

Förderpreis 2012: Céline Berger

Die französisch-stämmige Künstlerin Céline Berger studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln und ist zurzeit Artist-in-residence an der Rijksakademie in Amsterdam. Sie verbindet künstlerische Mittel und Medien - vornehmlich Video - mit Thematiken aus der Arbeitswelt, die ihr aufgrund ihrer Berufserfahrung als Ingenieurin sehr vertraut sind. Ihr Hauptinteresse gilt der Frage, inwieweit unsere Erfahrung und Wahrnehmung der Welt durch Arbeitsteilung und hierarchische Beziehungen geprägt sind. Wir verleihen ihr den Preis für Ihren Entwurf des "Besserungsraumes", ein Ort, an dem Besucher mit einer unvorhergesehenen, inszenierten Situation konfrontiert werden, in der Darsteller als wartende Geschäftsleute auftreten. Mit dieser Situation möchte sie eine verhaltensforschende Umgebung schaffen, worin Besucher in eine fremde, unruhige soziale und psychologische Lage geraten, die zu Aktion und Interaktion führt.

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