Ministerin Schäfer: „Landesweites Projekt ‚14plus’ soll jungen Menschen in städtischen Problemgebieten Perspektiven geben“

21. Februar 2011

Ministerin Schäfer: „Landesweites Projekt ‚14plus’ soll jungen Menschen in städtischen Problemgebieten Perspektiven geben“

„Junge Menschen, die unter schwierigen Bedingungen in sozial benachteiligten Stadtteilen aufwachsen, werden häufig ausgegrenzt. Das Projekt ‚14plus’ soll sie dabei unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden", sagte Familienministerin Ute Schäfer heute zum landesweiten Start des Projekts „14plus.

Düsseldorf, 21. 2. 2011. „Junge Menschen, die unter schwierigen Bedingungen in sozial benachteiligten Stadtteilen aufwachsen, werden häufig ausgegrenzt. Das Projekt ‚14plus’ soll sie dabei unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden", sagte Familienministerin Ute Schäfer heute zum landesweiten Start des Projekts „14plus: Gesellschaftliche und berufliche Integration junger Menschen in städtischen Problemgebieten“. „Ein Verständnis für Demokratie und eine Berufsausbildung sind notwendige Voraussetzungen für politische und gesellschaftliche Teilhabe. Wir sind in der Pflicht, unseren Jugendlichen diese Perspektiven zu bieten“, so Schäfer. Ein Schlüssel dazu sei die Förderung der schulischen Bildung und der beruflichen Ausbildung. Eine weitere  Voraussetzung sei aber auch Demokratiekompetenz durch politische Bildung. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft hänge davon ab, dass alle Potenziale genutzt würden.

Das Projekt „14plus“ wurde 2006 als Modell-Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster entwickelt. Das Ziel ist es, die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern ab vierzehn Jahren zu vertiefen, ihre Demokratiekompetenz zu fördern und Selbstverantwortung zu stärken. In Kooperation mit Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften sowie einer Bildungsstätte der Industrie startet das Projekt jetzt an 20 Schulen und mit insgesamt  84 Klassen in den Städten: Ahlen, Baesweiler, Bielefeld, Brakel, Dortmund, Duisburg, Eschweiler, Gelsenkirchen, Hamm, Iserlohn, Köln, Münster und Wuppertal.

Im Rahmen des Modell-Projektes wurden zunächst an drei nordrhein-westfälischen Schulen mit besonders hohem Anteil von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte integrierte Angebote gemacht zu politischer Bildung, Gesellschaftslehre, Training in demokratischer Konfliktlösung,  Betriebs- und Werkstattpraktika, Bewerbungstraining, Eignungsanalysen sowie persönlicher Berufs- und Talentberatung. Das Projekt fußt auf der engen Zusammenarbeit von politischer Bildung, lokaler Wirtschaft, den Schulen, Eltern sowie den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit. Ermutigendes Fazit: Die Einstellung zur Demokratie der „14plus“-Schüler ist sehr positiv, sie haben bessere und höhere Schulabschlüsse geschafft und fanden durch die gute berufliche Orientierung häufiger eine Ausbildungsstelle. Die Vermittlungsquote in die Berufsausbildung verdoppelte sich.

 „Es ist geradezu eine gesellschaftspolitische Aufgabe aufgrund des wachsenden Fachkräftebedarfs, die Potenziale junger Menschen stärker auszuschöpfen. Angesichts des demografischen Wandels können wir es uns buchstäblich  nicht mehr leisten, dass in unserem Bundesland zum Beispiel 22 Prozent der Jugendlichen mit türkischen Wurzeln die Schule ohne Abschluss verlassen und über die Hälfte keine Berufsausbildung hat. Es gehört deshalb zu den Kernaufgaben der Bundesagentur für Arbeit, Angebote zu schaffen, mit denen möglichst viele junge Menschen den Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich meistern“, so Luidger Wolterhoff, Geschäftsführer der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

„Das Handwerk steht zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung“, sagte Hans Rath, Vorstand der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks. „Eine Initiative auf Gegenseitigkeit: Die Jugendlichen benötigen eine tragfähige berufliche Perspektive und das Handwerk ist auch in Zukunft auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir die Potenziale aller Jugendlichen nutzen. Die berufliche Orientierung in der Schule ist eine Voraussetzung für eine gelungene Berufswahl − Nachwuchsförderung beginnt in der Schule.“

Aktueller Projektträger ist die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH). Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW (über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Es hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren und ein Volumen von insgesamt fünf Millionen Euro. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW beteiligt sich durch zusätzliche Integrationsstellen an den Schulen.

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