Ministerin Schäfer: Inklusives Familienzentrum in Bad Salzuflen-Schötmar ist ein zukunftsweisendes Projekt

3. Mai 2013

Ministerin Schäfer: Inklusives Familienzentrum in Bad Salzuflen-Schötmar ist ein zukunftsweisendes Projekt

Familienministerin Ute Schäfer hat sich heute in Bad Salzuflen-Schötmar vor Ort von den Baufortschritten beim Neubau des inklusiven Familienzentrums der Eben-Ezer-Stiftung überzeugt.

Düsseldorf/Bad Salzuflen, 03. Mai 2013. Familienministerin Ute Schäfer hat sich heute in Bad Salzuflen-Schötmar vor Ort von den Baufortschritten beim Neubau des inklusiven Familienzentrums der Eben-Ezer-Stiftung überzeugt. "Kinder mit und ohne Behinderung können sich hier in Schötmar vorurteilsfrei begegnen. Sie wählen ganz oft intuitiv den richtigen Weg im Umgang miteinander. Das ist gelebte Inklusion wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention erwartet und wie wir sie in Nordrhein-Westfalen landesweit umsetzen wollen", erklärte Schäfer anlässlich eines Pressegesprächs zur Vorstellung des Modellprojektes "Inklusives Familienzentrum Schötmar". Die Ministerin hat das Projekt von Beginn an begleitet.

"Die Kita ist die erste Einrichtung außerhalb der Familie, in der Kinder verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichsten Neigungen und Fähigkeiten zusammenkommen. Diese Gemeinsamkeit zu erleben ist Voraussetzung dafür, dass sie als Erwachsene Verschiedenheit akzeptieren und schätzen können", sagte Schäfer.

Das Modellprojekt in Schötmar basiert auf vier Säulen: einem Fachdienst für Beratung und Therapie, interdisziplinären Entwicklungsgesprächen zur Abstimmung der Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern, der Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Stiftung Eben-Ezer sowie der Kooperation mit der Grundschule Wasserfuhr und der örtlichen evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Ziel ist es, die Förderangebote so weit wie möglich in den Alltag des Familienzentrums zu integrieren und Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu fördern. Dabei ist vor allem die Kooperation mit der Grundschule ein wichtiger Baustein des Projektes.

In Nordrhein-Westfalen besuchen mittlerweile mehr als 15.000 Kinder mit Behinderung eine der insgesamt rund 3.800 integrativen Kitas und Familienzentren. "Zukunftsweisende Projekte wie das inklusive Familienzentrum Schötmar bringen uns Tag für Tag ein Stück weiter auf dem Weg zu einer 'Gesellschaft für alle', in der Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammenleben können", betonte Schäfer.

Im Kreis Lippe arbeiten 72 Kitas als Familienzentrum, davon neun in Bad Salzuflen. Insgesamt wurden dem Kreis Lippe seit Förderbeginn rund 2,9 Millionen Euro für Familienzentren vom Land zur Verfügung gestellt, davon der Stadt Bad Salzuflen 434.000 Euro.

Weitere Informationen unter: http://www.mfkjks.nrw.de/kinder-und-jugend/kinder-in-nrw/familienzentrum.html und www.eben-ezer.de

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