Ministerin Schäfer: "Feind ist, wer anders denkt" – eine Ausstellung stärkt Demokratieverständnis

10. November 2011

Ministerin Schäfer: "Feind ist, wer anders denkt" – eine Ausstellung stärkt Demokratieverständnis

Als wichtigen Beitrag zur Lebensbildung und zur Stärkung der Demokratiekompetenz bezeichnete Familienministerin Ute Schäfer heute in Düren die Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt". "Diese Ausstellung über die DDR-Staatssicherheit vermittelt historisches Faktenwissen und immunisiert gegen Machtmissbrauch in Unrechtsstaaten und durch Totalitarismus", erklärte Schäfer bei der Eröffnung der Wanderausstellung.

Düsseldorf/Düren, 10.11.2011. Als wichtigen Beitrag zur Lebensbildung und zur Stärkung der Demokratiekompetenz bezeichnete Familienministerin Ute Schäfer heute in Düren die Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt". "Diese Ausstellung über die DDR-Staatssicherheit vermittelt historisches Faktenwissen und immunisiert gegen Machtmissbrauch in Unrechtsstaaten und durch Totalitarismus", erklärte Schäfer bei der Eröffnung der Wanderausstellung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). Die Präsentation sei ein wichtiger Impuls für die historisch-politische Bildungsarbeit in Nordrhein-Westfalen.

"Feind ist, wer anders denkt" sei ein schrecklicher Satz aus dem Fundus eines Unterdrückungsstaates. Er sei ungeheuerlich und eine Provokation für Menschen, die in einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratie leben. "Wo selbstständiges Denken als Verbrechen und eine abweichende Meinung als Straftatbestand gilt, bleibt kein Platz für Individualität und Kreativität. Alles endet in gelenkter, manipulierter Uniformität. Der Einzelne geht in der Masse auf", sagte die Ministerin.

Die vermeintlich so ferne, fremde und abstrakte Geschichte der DDR gewinne in dieser Ausstellung wieder ein Stück beklemmender Realität. Das erkläre auch den großen Erfolg der Wanderausstellung, die seit 2008 von Berlin aus ihre Reise durch die Hauptstädte der Bundesländer angetreten hat

Die Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" informiert über die Funktion des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der SED-Diktatur. Sie zeigt seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise. An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie die Staatssicherheit die Macht der Staatspartei SED sicherte: durch Überwachung der eigenen Bevölkerung, Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den informellen Mitarbeitern (IM). Dabei widmet sich "Feind ist, wer anders denkt" insbesondere den Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Lebensweisen, die von der Norm abwichen und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin entsprachen, galten als "staatsfeindlich" und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der Verfolgung durch die "Stasi" verdeutlicht.

Die Ausstellung ist vom 10.11. bis 23.11. 2011 im Foyer des Rathauses Düren, Kaiserplatz 2-4, zu besichtigen. Montags bis donnerstags 9.00 - 17.00 Uhr, freitags von 9.00 - 15.00 Uhr.

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