Zehn Stipendien für das Künstlerdorf Schöppingen vergeben

23. September 2011

Ministerin Schäfer vergibt zehn Stipendien für das Künstlerdorf Schöppingen

Zehn Stipendiaten werden in diesem Jahr für Projekte an der Schnitt­stelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft mit den speziellen „KWW-Stipendien“ in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen ausgezeichnet. Das gab die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer bekannt.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Zehn Stipendiaten werden in diesem Jahr für Projekte an der Schnitt­stelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft mit den speziellen „KWW-Stipendien“ in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen ausgezeichnet. Das gab die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer heute in Düsseldorf bekannt. „Bewerbungen aus Brasilien, Japan und den USA, aber auch aus Ägypten, Peru oder Indien zeigen, dass dieses besondere Stipendienangebot inzwischen weltweit wahrgenommen wird. Der internationale Zuspruch macht deutlich, dass mit diesen Stipendien eine Idee mit Zukunfts- und Modellcharakter im Bereich der internationalen Stipendienlandschaft verfolgt wird“, sagte Schäfer. In diesem Jahr gingen bei der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 144 Bewerbungen aus 35 Ländern ein.

Die Stipendien werden vom nordrhein-westfälischen Kulturministerium mit 18.450 Euro pro Jahr gefördert. Sie sind mit monatlich 1025 Euro dotiert und werden in der Regel für zwei Monate vergeben. Unterstützt werden Projekte von Künstlern oder Wissenschaftlern, die eine Ver­bindung zwischen Kultur und Wissenschaft schaffen. Die ersten „KWW-Stipendiaten" werden im Oktober in Schöppingen eintreffen.

Von der Fachjury wurden in diesem Jahre für die Modellstipendien 2011 „KWW-Kunst-Wissenschaft-Wirtschaft" in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (NRW) ausgewählt:


Karin Bergdolt
(* 1968 in Nördlingen). Sie plant als künstlerische Analyse des "zu Ende gehenden Ölzeitalters" eine installative Umwidmung von Tankstellen.

De Lane Bredvik  (* 1966 in Charleston, South Carolina, USA). Künstlerisch bebilderte Stoffbahnen ergeben durch ihre Bewegung im Strom des Windes filmähnliche Bildfolgen und erzeugen gleichzeitig echte Windenergie.

Jana Franze (* 1986 in Salzgitter). Ihr Projekt wird einen Überblick zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen zum Thema Energie vermitteln.

Claudia von Funcke (* 1966 in Kiel). Ihr Projekt ist eine Verbindung von Infektiologie, Kunst und Architektur. Dabei werden die besonderen Fähigkeiten von Mikroorganismen zur schnellen Mutation und Rekombination in dreidimensionale künstlerische Strukturen übersetzt.

Martin Howse (* 1969, GB). Es wird ein mobiles Gerät entwickelt, dass anhand eines Algorithmus gleichzeitig die geologischen Tatsachen eines Ortes wie Magnetfelder und niederfrequente Energien und den psycho-psychischen Status der bewegenden Person wie Herzfrequenz und Atemmuster aufzeichnet. So entsteht während der Bewegung als künstlerische Forschungseinheit eine Performance mit individuellem Muster.

Mick Lorusso (Providence, USA). Eine künstlerische, mikrobiologisch angetriebene Brennstoffzelle erzeugt aus Haushaltsabfall Energie.

Lucia Rainer (* 1983 in Kaufbeuren). Ihre performativ angelegten künstlerischen „Lecture Performances“ untersuchen die Veränderungen, denen wissenschaftliche Vortragsformate im Verlauf kultureller Prozesse unterliegen.

Claudia Schmacke (* 1963 in Witten). Ihr Projekt wird die Energie­gewinnung durch Wasser und Algen künstlerisch ausloten. In einer Installation aus Glaskörpern werden Algenkulturen angelegt, die je nach Umweltbedingungen unterschiedlich gedeihen und schließlich Biogas-Energie produzieren.

Ludwig Schmidtpeter (* 1970 in Lemgo). Sein Projekt will ein „virtu­elles Kraftwerk" errichten, bei dem ein Überschuss an spiritueller Energie entstehen soll. Dieser „Energieertrag" wird in symbolischer Form in kommunikative Netzwerke eingespeist.

Dr. Käthe Wenzel (* 1972 in Aachen). Sie entwickelt eine per Wasser­kraft betriebene kinetische Installation, die die Musterbildung in ver­netzten, komplexen Entscheidungsprozessen als „Chaotic Pattern Machine" in Form einer künstlerischen Aussage verdeutlicht.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.