Fanprojekte: Förderung wird verbessert

19. August 2010

Ministerin Schäfer verbessert Förderung der Fußballfanprojekte

Sport- und Jugendministerin Ute Schäfer will Fußballfanprojekte noch stärker unterstützen und damit gewalttätige Ausschreitungen in Stadien verhindern helfen. Künftig können die elf nordrhein-westfälischen Fan­projekte mit jeweils 47.500 Euro bei ihrer pädagogischen Fanarbeit unterstützt werden.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Sport- und Jugendministerin Ute Schäfer will Fußballfanprojekte in Nordrhein-Westfalen in der soeben begonnenen Saison 2010/11 noch stärker unterstützen und damit gewalttätige Ausschreitungen in Stadien verhindern helfen. Künftig können die elf nordrhein-westfälischen Fan­projekte mit jeweils 47.500 Euro bei ihrer pädagogischen Fanarbeit unterstützt werden. Bisher erhielten nur die Fanprojekte von Vereinen der 1. Liga diesen Höchstbetrag. Fanprojekte der 2. Liga wurden früher mit 32.500 Euro, der 3. Liga mit 25.000 Euro unterstützt. Gefördert werden Fanprojekte in Aachen, Bielefeld, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen und Wuppertal.

„Die Fußballfanprojekte helfen, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stabilisieren, extremistische oder rassistische Einstellungen zu bekämpfen und damit letztlich Gewalt in den Stadien zu verhindern“,  erklärte Schäfer heute in Düsseldorf. „Dabei wollen wir zukünftig bei der Förderung keinen Unterschied mehr zwischen den verschiedenen Ligen machen. Die Ausschreitungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Gefahr von Gewalt nicht nur bei Spielen der 1. Liga besteht. Darüber hinaus können die Fanprojekte jetzt langfristiger planen, auch im Fall eines sportlichen Abstiegs des Vereins. Damit steigt die Chance, die vielfältigen positiven Potenziale der jugendlichen Fankultur noch stärker zu nutzen.“

Jeder Euro, der in die Fanprojekte investiert werde, sei gut angelegtes Geld. „Fanprojekte leisteten wichtige Beiträge zur Jugendarbeit in den Kommunen. Sie bieten Hilfe und Beratung in schwierigen Lebens­phasen sowie Treffpunkte und Freizeitaktivitäten an. Sie binden Jugendliche über den Fußball ein, die sonst schwer erreicht werden könnten“, sagte Schäfer.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Arbeit der elf Fanprojekte gemeinsam mit den beteiligten Kommunen, der Deutschen Fußball-Liga und dem Deutschen Fußballbund mit jährlich insgesamt rund1,5 Mil­lionen Euro. Davon stammen rund 500.000 Euro aus dem Jugend­förderplan des Landes. Der Deutsche Fußballbund und die betroffene Kommune zahlen jeweils dieselbe Summe. 

Die Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten der pädagogischen Fanarbeit sind vielfältig: Regelmäßige Diskussionen zwischen Spieler, Präsidium, Trainer und Fans in einem „Fancafe“, Antigewalt- und Anti­rassismuskampagnen, Schulpartnerschaften  und Ferienprogramme in Düsseldorf. Ansprechpartner bei Heim- und Auswärtsspielen, Freizeit­angebote, Schulbesuche und Diskussionsrunden zu den Themen Rassismus und Gewalt in Gelsenkirchen, Begleitung der Produktion einer Musik-CD von Rockbands, die aus der Fanszene, unter dem Motto „Stimmung statt Randale“ in Essen, Beteiligung an kulturellen Fan-Festivals vor internationalen Spielen in Dortmund oder wöchentlichen Fußballtreffs der Ultraszene und „Fußballturnier gegen Rechts“ in Köln.

Weitere Informationen zu den einzelnen Fanprojekten finden Sie unter www.kos-fanprojekte.de
Informationen zum Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen unter www.mfkjks.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.