Kinderlärm ist Zukunftsmusik

10. Februar 2011

Ministerin Schäfer und Minister Remmel: Kinderlärm ist Zukunftsmusik

Mit Empörung haben die nordrhein-westfälische Ministerin für Kinder und Jugend und der Umweltminister, Ute Schäfer und Johannes Remmel, auf die Kritik der Senioren-Union zum Kinderlärm in Wohngebieten reagiert. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“, waren sich beide Minister einig.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilen mit:

Mit Empörung haben die nordrhein-westfälische Ministerin für Kinder und Jugend und der Umweltminister, Ute Schäfer und Johannes Remmel, auf die Kritik der Senioren-Union zum Kinderlärm in Wohngebieten reagiert. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“, waren sich beide Minister einig. Schäfer weiter: „Die Vereinigung der CDU-Senioren versucht die Großelterngeneration gegen die Enkelkindergeneration aufzubringen. Das allein ist schon bedauernswert genug. Darüber hinaus aber zeichnet sie ein Weltbild, dass dem Lebensentwurf der meisten älteren Menschen gar nicht entspricht: auf der einen Seite die stille Welt der Senioren und auf der anderen Seite die bunte Welt der Kinder. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich viele ältere Bürgerinnen und Bürger mehr fröhlichen Kinderlärm in ihrer Umgebung wünschen als weniger“, sagte Schäfer.
Kinder müssten Krach machen dürfen. „Spielplätze, Sporthallen, Schul­höfe, Bolzplätze, Kindertagesstätten – all das sollten fröhliche bunte Orte für Kinder sein, wo sie toben, lachen und laut sein dürfen. Und da­von brauchen wir in unserer Mitte, in unseren Städten und Gemeinden nicht weniger, sondern mehr. Eine Gesellschaft, die Kinderlärm als Be­lästigung empfindet, hat keine Zukunft. Sie wird schlicht und ergreifend aussterben“, erklärte Schäfer. Die Ministerin forderte zu mehr Toleranz und zu einer starken Lobby für Kinder auf.

Umweltminister Remmel: „Die Landesregierung hat bereits im Dezember entschieden, dass Kinderlärm sozial adäquat ist. Kläger sollen im Streitfall nachweisen müssen, warum der Kinderlärm im konkreten Fall nicht hinnehmbar ist. Oft ist es so, dass sich ältere Menschen über Kinder und ihre Aktivität freuen. Bevor eine Kindertagesstätte in Wohngebieten gebaut wird, muss es natürlich einen Dialog darüber geben, bei dem auch die Interessen älterer Menschen berücksichtigt werden. Dennoch bleibt es richtig und wichtig, dass Kinderlärm nicht mit Verkehrslärm oder dem Lärm von Anlagen verglichen werden kann.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Telefon 0211 4566-294.

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