Neue Kultur des Hinsehens bei Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Sport notwendig

7. März 2012

Ministerin Schäfer: Neue Kultur des Hinsehens bei Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Sport notwendig

Die nordrhein-westfälische Sportministerin Ute Schäfer hat in Berlin zum Start der Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für eine neue Kultur des Hinsehens geworben. „Auch im Sportverein gibt es Missbrauch und sexualisierte Gewalt. Bei diesen Straftaten sind häufig Mädchen und Frauen die Opfer. Alle, die im Sport Verantwortung tragen, haben die Aufgabe, dies zu erkennen und zu benennen. Ich werbe deshalb für eine neue Kultur des Hinsehens“, sagte Schäfer.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Sportministerin Ute Schäfer hat in Berlin zum Start der Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für eine neue Kultur des Hinsehens geworben. „Auch im Sportverein gibt es Missbrauch und sexualisierte Gewalt. Bei diesen Straftaten sind häufig Mädchen und Frauen die Opfer. Alle, die im Sport Verantwortung tragen, haben die Aufgabe, dies zu erkennen und zu benennen. Ich werbe deshalb für eine neue Kultur des Hinsehens“, sagte Schäfer.
„Die in Sport und Politik Verantwortung tragen, müssen alles dafür tun, dass Missbrauch, Gewalt und sexuelle Übergriffe im Sport gar nicht erst passieren können“, erklärte Schäfer. Landesregierung und Landes­sportbund Nordrhein-Westfalen seien seit vielen Jahren sehr erfolgreich bei Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport.

"Unsere Kampagnen ‚Schweigen schützt die Falschen’ oder ‚Wir können auch anders’ sprechen für sich. Sie sind inzwischen bundesweit vorbildlich“, erklärte die Sportministerin.
Der Landessportbund habe zudem durch zahlreiche Qualifizierungs­maßnahmen und Informationsveranstaltungen wesentlich zu einer Enttabuisierung des Themas beigetragen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, vor allem die Sportvereine vor Ort nicht alleine zu lassen und den zahlreichen, vor allem ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Orientierung und Hilfe zu bieten“, so Schäfer.

Der Sportverein müsse Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen helfen, stark und selbstbewusst zu werden, sich leichter zu widersetzen, Grenzen zu ziehen und nein zu sagen.
Für Frauen im Sport sei eine verstärkte Lobbyarbeit notwendig. „Wir müssen aufzeigen, welche Leistungen Mädchen und Frauen im Sport in den vergangenen Jahren bis heute erreicht haben. Denn starke und mutige Mädchen im Sport brauchen Vorbilder“, so Schäfer. Und von diesen engagierten Frauen und tollen Vorbilder im Sport gebe es viele.
Die heutige Veranstaltung ist der bundesweite Startschuss zur dies­jährigen Aktion des Deutschen Olympischen Sportbundes. Seit 2008 ruft der DOSB gemeinsam mit den Kampfsportverbänden jedes Jahr Kampfsportvereine auf, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs­kurse für Frauen und Mädchen anzubieten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.aktiongegengewalt.dosb.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

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