Ministerin Schäfer: DJI bestätigt Bedarfsprognosen für NRW – U3-Ausbau hat an Dynamik gewonnen

22. Oktober 2012

Ministerin Schäfer: DJI bestätigt Bedarfsprognosen für NRW – U3-Ausbau hat an Dynamik gewonnen

Zu den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT. NRW) und der neuen Bedarfsanalyse des Deutschen Jugendinstituts München (DJI) zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren erklärte Familienministerin Ute Schäfer in Düsseldorf:

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Zu den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT. NRW) und der neuen Bedarfsanalyse des Deutschen Jugendinstituts München (DJI) zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren erklärte Familienministerin Ute Schäfer in Düsseldorf:

„Nordrhein-Westfalen hat beim U3-Ausbau eine enorme Aufholjagd ge­startet, die erste Erfolge zeigt, aber noch nicht zu Ende ist. Allerdings sind wir erheblich weiter, als in den Zahlen von IT.NRW zum Ausdruck kommt. Diese beziehen sich nämlich auf den 1. März 2012 und damit auf das Kindergartenjahr 2011/2012. Wir kennen jedoch bereits die Zahlen, die uns die Landesjugendämter für das laufende Kindergarten­jahr für unter Dreijährige gemeldet haben: rund 117.000 Betreuungs­plätze, davon rund 84.500 Plätze in den Kindertageseinrichtungen und rund 32.600 Plätze in der Kindertagespflege. Das ergibt eine Quote von rund 26 Prozent.“

Als Bestätigung der Bedarfsprognosen für Nordrhein-Westfalen wertete sie die aktuelle Bedarfsanalyse des DJI. „Die neuen Berechnungen des DJI, die anhand einer repräsentativen Elternumfrage erstellt wurden, gehen für NRW von einer Bedarfsquote von 33,8 Prozent aus. Das wä­ren rund 147.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Geklärt wer­den muss dabei sogar noch, ob die unter einjährigen Kinder, die keinen Rechtsanspruch haben, mitgerechnet wurden. Allen Unkenrufen der Opposition zum Trotz liegen wir also mit unserer Zielmarke von 144.000 Betreuungsplätzen sehr nah an dem realen Bedarf“, erklärte Schäfer. 

Darüber hinaus hatte das DJI die Eltern der Stichprobe, die ihr Kind nicht in der Kita betreuen lassen, nach den Gründen gefragt. Danach gaben im Vergleich aller westdeutschen Flächenländer lediglich in Bay­ern (12,7 Prozent), Schleswig-Holstein (13,2 Prozent) und Niedersach­sen (14,6 Prozent) weniger Eltern als in NRW (15,6 Prozent) an, keinen Kita-Platz für ihr unter dreijähriges Kind erhalten zu haben. In Hessen (21,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (21,4 Prozent) und Baden-Württemberg (17,8 Prozent) hatten mehr Eltern erklärt, keinen Kita-Platz bekommen zu haben. (DJI-Arbeitspapier: Ergebnisse der ersten repräsentativen Regionalbefragung zu den Betreuungswünschen der Eltern von Kindern unter drei Jahren, S. 25)

„Damit liegen wir jetzt schon im Mittelfeld. Befremdlich finde ich aller­dings, dass die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte Studie, die erst heute in Berlin mit den Ländern erörtert werden soll, be­reits am vergangenen Wochenende scheinbar einigen Medien mit ent­sprechend interessengeleiteten Interpretationen im Sinne der schwarz-gelben Bundesregierung zugespielt wurde. Wir jedenfalls kennen ledig­lich das Arbeitspapier des DJI, das wir am Freitag erhalten haben“, kriti­sierte Schäfer.

Mit mehr als 16.000 neuen U3-Plätzen im Vergleich zu den vergange­nen Jahren sei in NRW der mit Abstand stärkste Zuwachs an neuen Plätzen für unterdreijährige Kinder gelungen. „Das ist eine deutliche Trendwende“, erklärte die Ministerin.

„Eines ist aber klar: Wir dürfen mit unseren Anstrengungen jetzt nicht nachlassen. Seit dem Regierungswechsel 2010 haben wir in einem enormen finanziellen Kraftakt ein mittlerweile 440 Millionen Euro starkes  Landesinvestitionsprogramm zum U3-Ausbau aufgelegt. Darüber hinaus werden wir bis 2018 Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 1,4 Milliar­den Euro an die Kommunen leisten. Dies zeigt: Kommunen und Träger können sich auch weiterhin auf unsere volle Unterstützung bei der Schaffung von U3-Plätzen verlassen“, sagte Schäfer.
 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

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