Ministerin Schäfer auf dem Städtetag in Stuttgart: Frühe Bildung lohnt sich

4. Mai 2011

Ministerin Schäfer auf dem Städtetag in Stuttgart: Frühe Bildung lohnt sich

Familienministerin Schäfer hat in ihrer Funktion als Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkon­ferenz auf der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages in Stuttgart für eine weitere Stärkung von Familie und Kindern geworben. „Frühe Bildung lohnt sich. Deshalb müssen wir Kinder stark und kompetent machen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sich für die Gemeinschaft engagieren können“, sagte Schäfer.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer hat heute in ihrer Funktion als Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkon­ferenz auf der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages in Stuttgart für eine weitere Stärkung von Familie und Kindern geworben. „Frühe Bildung lohnt sich. Deshalb müssen wir Kinder stark und kompetent machen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sich für die Gemeinschaft engagieren können“, sagte Schäfer.

„Ein hoher Bildungsstand ist die notwendige Basis für den Wohlstand unserer Gesellschaft. Investition in Bildung wird sich rentieren. Wir dürfen deshalb nicht an den Familien und Kindern sparen“, erklärte die Ministerin. Nordrhein-Westfalen werde deshalb in diesem Jahr rund 242 Millionen Euro für Verbesserungen im Bereich der frühkindlichen Bildung bereitstellen. „Davon ist jeder Cent gut in die Zukunft unserer Kinder investiert“, so Schäfer.

Schäfer lobte die gute Arbeit der Tageseinrichtungen für Kinder in Nordrhein-Westfalen. „Sie nehmen den Erziehungs- und Bildungsauf­trag sehr ernst. Wir wollen die Träger und die Jugendhilfeplanung vor Ort dabei unterstützen, denn gute Bildungsarbeit in den Kitas braucht gute Rahmenbedingungen“, sagte Schäfer.

Ein erster Schritt sei die Revision des so genannten Kinderbildungs­gesetzes in Nordrhein-Westfalen. Der sich jetzt im Beteiligungsver­fahren befindliche Referentenentwurf werde bereits zum neuen Kinder­gartenjahr ab 1. August wichtige Verbesserungen in der Kindertages­betreuung bringen. Hierzu gehöre beispielsweise ein verbesserter Personalschlüssel für die Betreuung der Unterdreijährigen durch zusätzliche Ergänzungskraftstunden und eine bessere Förderung der Familienzentren. „Für gleiche Bildungschancen brauchen wir besonders in sozialen Brennpunkten eine frühe Förderung von Kindern und Eltern, von Kinderbildung und Elternkompetenz. Gerade hier finden viele Familien aber oft keinen Zugang zu den gängigen Angeboten“, so Schäfer. Derzeit fehle es an einer ausreichenden Ausstattung der Zentren, die mit sozial benachteiligten Menschen arbeiten.

Besonders wichtig sei es, mehr Chancengleichheit und mehr gesell­schaftliche Teilhabe für Kinder zu erreichen und die Kindertagesein­richtungen als Orte der frühkindlichen Bildung zu stärken. Deshalb soll der Kindergarten in Nordrhein-Westfalen schrittweise elternbeitragsfrei werden. „Mit dem neuen Gesetz wollen wir den Einstieg schaffen, in dem zunächst das letzte Jahr vor der Einschulung gebührenfrei wird“, erklärte Schäfer.

Außerdem sei Vorsorge besser als Nachsorge. Prävention verringere die sozialen Folgekosten, sagte die Ministerin. „Wir geben viel Geld aus, um Armutsfolgen zu bewältigen oder für Reparaturmaßnahmen, mit denen wir auf Armut und Bildungsarmut individuell reagieren. Im Sinne eines präventiven Handelns müssen wir hier die Gewichte verlagern und die notwendige unterstützende Infrastruktur im Zusammenwirken mit anderen Institutionen des Bildungs- und Erziehungswesens schaffen und auf frühe Hilfen und frühzeitige Unterstützung ausrichten“, sagte Schäfer.

Unzureichende Bildung und Bildungsarmut wie auch das Ausmaß des Bedarfs an individuellen Hilfen zur Erziehung könnten deutlich reduziert werden, so Schäfer. „Dafür sind der Ausbau früher Hilfen, bereits in der Zeit der Schwangerschaft, während der ersten Lebensmonate und Lebensjahre von großer Bedeutung. Auch ein gutes und wirksames System früher Hilfen braucht eine stabile Infrastruktur, zum Beispiel Familienzentren, die Einbeziehung von gesundheitlicher Vorsorge und Gesundheitseinrichtungen oder bei Bedarf die längere Begleitung durch Hebammen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

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