U3-Betreuung: Zu geringe Steigerungsraten

8. November 2010

Ministerin Schäfer: „Aktuelle Zahlen belegen zu geringe Steigerungsraten bei der Betreuungsquote von unter Dreijährigen“

Als Beleg für zu geringe Steigerungsraten bei der Betreuungsquote für unter Dreijährige wertete Familienministerin Ute Schäfer die aktuellen Zahlen des Landesamts für Information und Technik (IT NRW) zur U 3-Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege. IT NRW hat heute Daten veröffentlicht, die den Betreuungsstand vom März 2010 wiedergeben.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Als Beleg für zu geringe Steigerungsraten bei der Betreuungsquote für unter Dreijährige wertete Familienministerin Ute Schäfer die aktuellen Zahlen des Landesamts für Information und Technik (IT NRW) zur U 3-Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege. IT NRW hat heute Daten veröffentlicht, die den Betreuungsstand vom März 2010 wiedergeben.

„Mit einer Betreuungsquote von 14 Prozent im März 2010 hat Nordrhein-Westfalen noch nicht mal den Durchschnitt der westlichen Bundesländer des Vorjahres 2009 von 14,6 Prozent erreicht. Trotz der Steigerung von 11,6 Prozent in 2009 auf 14 Prozent in 2010 dürfte sich NRW im aktuellen Bundesländervergleich, den wir Mitte dieser Woche erwarten, vom letzten Platz der Rangliste kaum deutlich verbessert haben. Der Ausbau der Plätze für unter Dreijährige durch die ehemalige Landesregierung war schlicht und ergreifend unterfinanziert“, erklärte Schäfer.

Um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab der Vollendung des ersten Lebensjahrs 2013 erfüllen zu können, müsse Nordrhein-Westfalen mindestens eine Bedarfsdeckung von 32 Prozent erreichen. „Dafür bedarf es jetzt erheblicher finanzieller Anstrengungen des Landes und der Kommunen. Das wird ein gewaltiger, aber für die Kinder und damit der Zukunft unseres Landes notwendiger Kraftakt. Deshalb wollen wir den Trägern, die sich bereits auf den Weg gemacht hatten, aber durch einen plötzlichen faktischen Bewilligungsstopp kein Geld mehr für den Ausbau von U 3-Plätzen erhielten, bereits über den Nachtragshaushalt zusätzlich 150 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Jeder Euro ist hier gut investiert“, sagte Schäfer.

Auf dem so genannten Krippengipfel hatten sich die Bundesregierung und die Länder 2007 darauf verständigt, bis zum Kindergartenjahr 2013/2014 insgesamt eine Bedarfsdeckung von 35 Prozent bundesweit und für Nordrhein-Westfalen rund 32 Prozent zu erreichen. 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

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