Rauschgiftspürhunde: Einsatz gegen Drogenschmuggel in Gefängnissen

29. April 2010

Ministerin Roswitha Müller-Piepenkötter: Vier vollzugseigene Rauschgiftspürhunde jetzt im Dienst - Einsatz gegen Drogenschmuggel in Gefängnissen

Die ersten vier eigenen Rauschgiftspürhunde des Justizvollzugs haben ihre Arbeit aufgenommen. Sie kommen in den Justizvollzugsanstalten Köln, Kleve, Hamm und Castrop-Rauxel zum Einsatz und sollen dort illegal einge­führte Drogen aufspüren.

Das Justizministerium teilt mit:

Die ersten vier eigenen Rauschgiftspürhunde des nordrhein-westfäli­schen Justizvollzugs haben ihre Arbeit aufgenommen. Dies teilte Jus­tizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter heute (29. April 2010) in Düs­seldorf mit.

Zuvor hatten die Vierbeiner "Anni", "Gina", "Maja" und "Irma" zusammen mit ihren Diensthundeführern - Bediensteten des Justizvollzugs - ein knapp viermonatiges Training an der Fortbildungsstelle Diensthundewe­sen des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangele­genheiten der Polizei in Schloss Holte-Stukenbrock erfolgreich absol­viert. Jetzt kommen sie in den Justizvollzugsanstalten Köln, Kleve, Hamm und Castrop-Rauxel zum Einsatz und sollen dort illegal einge­führte Drogen aufspüren. Unterstützungen im Einzelfall sind auch für benachbarte Anstalten möglich.

Die Justizministerin erklärte hierzu: "Die Zahl der drogenabhängigen Gefangenen steigt stetig: Über 37 Prozent der Inhaftierten haben eine Drogenproblematik. Ihnen helfen wir durch Behandlung und Substitu­tion, um sie auf ein Leben in Freiheit und ohne Straftaten vorzubereiten. Diese Bemühungen wollen wir nicht durch eingebrachte Drogen zu­nichtemachen lassen. Deshalb ist es unerlässlich, alle Anstrengungen zu unternehmen, um das Einbringen von Drogen zu unterbinden oder eingeschmuggelte Drogen aufzufinden. Mit dem Einsatz der Hunde wird ein weiterer Teil unseres umfassenden Konzepts realisiert."

Bislang haben jeweils bei Bedarf Rauschgiftspürhunde der Polizei oder des Zolls in den nordrhein-westfälischen Haftanstalten geschnüffelt. Der Einsatz von vier vollzugseigenen Hunden verstärkt die bisherigen Maß­nahmen. Die ständige Anwesenheit der Hunde in den Justizvollzugsan­stalten lässt insbesondere einen erhöhten Abschreckungseffekt auf po­tenzielle Drogenschmuggler erwarten. Bis Mitte nächsten Jahres wer­den die Erfahrungen ausgewertet. Dann soll entschieden werden, ob weitere Hunde im Vollzug zum Einsatz kommen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792 255 oder -464.

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