Grundsteinlegung: Größter Vollzugsbau seit 50 Jahren

21. April 2010

Ministerin Müller-Piepenkötter legt Grundstein für neue JVA Düsseldorf – größter NRW-Vollzugsbau seit 50 Jahren

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat den Grundstein für die neue Justizvollzugsanstalt Düsseldorf gelegt. Das Projekt auf dem Gebiet der Stadt Ratingen ist das größte Bauvorhaben im nordrhein-westfälischen Justizvollzug seit über 50 Jahren.

Das Justizministerium teilt mit:

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat heute (Mittwoch, 21. April 2010) den Grundstein für die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf gelegt. Das Projekt auf dem Gebiet der Stadt Ratingen ist das größte Bauvorhaben im nordrhein-westfälischen Justizvollzug seit über 50 Jahren. Es wird die bisherige Anstalt in Düsseldorf sowie die Zweiganstalten Duisburg und Oberhausen der JVA Duisburg-Hamborn ersetzen.

"Hier in Ratingen entstehen allein 850 Haftplätze, davon 50 Haftplätze zusätzlich", sagte die Ministerin. "Noch wichtiger aber ist, dass mit dem Neubau der bauliche Standard insbesondere der Unterkünfte und der Werk- und Sportstätten den Anforderungen an einen zeitgemäßen Vollzug weit mehr entspricht als in den aufzugebenden Einrichtungen."

Die Landesregierung habe über 500 Millionen Euro für Bauvorhaben im Justizvollzug in die Hand genommen, so die Ministerin weiter. Zur Zeit seien über 1.000 neue, zusätzliche Haftplätze im Bau. Weitere 1.000 Haftplätze würden modernen Haftbedingungen entsprechend saniert.

In den vergangenen fünf Jahren seien neue Unterkunftsgebäude in Herford, Remscheid und Bochum mit insgesamt über 400 modernen Haftplätzen im geschlossenen Vollzug in Betrieb genommen worden. "Und wir haben die Schlagzahl noch einmal erhöht: Im Jugendvollzug steigern wir die Zahl der Haftplätze durch laufende Erweiterungs- bzw. Neubaumaßnahmen in Heinsberg und Wuppertal-Ronsdorf um insge­samt rund 830 Plätze. Damit werden wir die lange währende Durst­strecke in diesem sensiblen Bereich endlich nachhaltig überwinden können", sagte die Ministerin. Darüber hinaus seien Neubau- bzw. Erweiterungsbaumaßnahmen unter anderem an den Standorten Castrop-Rauxel, Büren, Moers-Kapellen und Attendorn begonnen worden.

Neben der durchgreifenden Verbesserung der Situation im Jugendvoll­zug werde mit den in der Ausführung stehenden Projekten auch die Überbelegung bei den erwachsenen Gefangenen im Wesentlichen ab­gebaut werden können. Belegungsbedingte "Notgemeinschaften" dürften damit schon bald der Vergangenheit angehören.

"Es war im Jahr 2005 höchste Zeit, verkrustete Strukturen aufzu­brechen, Vollzugskonzepte auf den Prüfstein zu stellen und Stillstand bei der Umsetzung von Bauvorhaben in entschlossene Infrastruktur-Politik zu wenden. Kurzum: Wir wollten der stiefmütterlichen Behand­lung des Vollzugs ein Ende setzen und wir haben es getan", unterstrich die Ministerin. Die "Ulmer Höh" werde nicht das letzte große Bauprojekt im Vollzug des Landes Nordrhein-Westfalen bleiben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255 oder -464.

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