Vereinfachung des Übergangs vom Berufskolleg zur Hochschule

7. Januar 2011

Ministerin Löhrmann: „Wir vereinfachen den Übergang vom Berufskolleg zur Hochschule“ / Schulministerium, FH Bielefeld, Bezirksregierung Detmold schließen Vertrag

„Wir wollen Jugendlichen den Übergang vom Berufskolleg in die Hoch­schule erleichtern. Der heute unterzeichnete Kooperationsvertrag ist dabei ein Meilenstein. Erstmals in NRW verpflichtet sich eine öffentliche Fachhochschule dazu, an Berufskollegs erbrachte Leistungen pauschal anzuerkennen“, erklärte Schulministerin Löhrmann anlässlich der Unterzeichnung ei­nes Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

„Wir wollen Jugendlichen den Übergang vom Berufskolleg in die Hoch­schule erleichtern. Der heute unterzeichnete Kooperationsvertrag ist dabei ein Meilenstein. Erstmals in NRW verpflichtet sich eine öffentliche Fachhochschule dazu, an Berufskollegs erbrachte Leistungen pauschal anzuerkennen. So können wir Lernwege sinnvoll verkürzen und sichern die Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen. Ich wünsche mir, dass weitere Regionen diesem Beispiel folgen“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann heute in Düsseldorf anlässlich der Unterzeichnung ei­nes Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold.

Die Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass Leistungen, die an den Fachschulen für Wirtschaft mit der Fachrichtung Betriebswirtschaft an den Berufskollegs im Regierungsbezirk Detmold erbracht werden, auf den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld angerechnet werden. Die Anrechnung erfolgt pauschal und in der Regel im Umfang von zwei Semestern bzw. 54,5 Credit Points. Für die Bewertung der anerkannten Module werden Benotungen aus dem Fachschulbildungsgang herangezogen.

Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der FH Bielefeld, erklärte: „Das Studium an der Fachhochschule Bielefeld bezieht seine Attraktivi­tät auch daraus, dass es anspruchsvoll ist. Wer zusätzlich zur Hoch­schulzugangsberechtigung aber schon über Kompetenzen verfügt, die eigentlich im Studium vermittelt werden, darf nicht zum formalen Abar­beiten von Modulen gezwungen werden. Hier ist eine Anrechnung so­wohl unter bildungspolitischen als auch unter volkswirtschaftlichen Ge­sichtspunkten sinnvoll. Der Kooperationsvertrag bezieht sich auf defi­nierte Standardfälle und soll für Absolventinnen und Absolventen bestimmter Weiterbildungen Transparenz und Verlässlichkeit schaffen.“

Die Vereinbarung wurde von Schulministerin Sylvia Löhrmann, der Prä­sidentin der Fachhochschule Bielefeld, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, und der Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, im Schulministerium unterzeichnet.

Folgende Berufskollegs aus dem Regierungsbezirk Detmold beteiligen sich:

1. Rudolf-Rempel Berufskolleg, Bielefeld
2. Freiherr v. Stein Berufskolleg, Minden
3. Dietrich Bonhoeffer Berufskolleg, Detmold
4. Berufskolleg Höxter, Höxter
5. Reinhard Mohn Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung, Gütersloh
6. Berufskolleg Lübbecke, Minden-Lübbecke
7. Berufskolleg Schloß Neuhaus, Schloß Neuhaus

Zur Umsetzung der Vereinbarung haben die Fachhochschule Bielefeld, die aufgeführten Berufskollegs und die Bezirksregierung Detmold als obere Schulaufsicht einen Abgleich des BA-Studiengangs Betriebswirt­schaft mit den Unterrichtsvorgaben (Lehrplan, didaktische Jahrespla­nung, Klausuren usw.) der Fachschulen für Wirtschaft mit der Fachrich­tung Betriebswirtschaft vorgenommen.

Die Kooperation ist auf die Berufskollegs im Regierungsbezirk Detmold begrenzt, weil die Studentinnen und Studenten von Fachhochschulen in der Regel aus dem regionalen Umfeld kommen. Die Fachhochschule Bielefeld wird den Kreis der Begünstigten im Einzelfall auch auf Fach­schulabsolventinnen und -absolventen außerhalb des Regierungsbezirks Detmold ausdehnen.

Nach den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz zur Anrechnung von außerhalb des Hochschulwesens erworbenen Kenntnissen und Fä­higkeiten auf ein Hochschulstudium (vom 28. Juni 2002 und vom 18. September 2008) können bis zu 50 Prozent eines Hochschulstudiums außerhalb des Hochschulwesens erworben und pauschal anerkannt werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

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