Bericht zur Beschulung von Flüchtlingen

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
7. Dezember 2016

Ministerin Löhrmann: Wir stärken mit enormen Anstrengungen die Integration – Mehr als 7.300 zusätzliche Lehrerstellen

Bericht der Landesregierung zur Beschulung von Flüchtlingen

Die Landesregierung hat dem Schulausschuss des Landtags einen Bericht zur aktuellen Situation der Beschulung von Flüchtlingen vorgelegt. Aus diesem gehen die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen des Schulministeriums für neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hervor.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die Landesregierung hat dem Schulausschuss des Landtags einen Bericht zur aktuellen Situation der Beschulung von Flüchtlingen vorgelegt. Aus diesem gehen die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen des Schulministeriums für neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hervor. „Wir haben die Herausforderung der Eingliederung junger Flüchtlinge von der ersten Minute an in großem Maße als Bildungsaufgabe und schulpolitischen Auftrag verstanden. Deshalb haben wir sofort zielgerichtet Maßnahmen ergriffen und damit die schulische Integration in Nordrhein-Westfalen auf ein noch stärkeres und breiteres Fundament gestellt“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann und betonte: „Der Bericht verdeutlicht, dass wir mit enormen Anstrengungen an vielen einzelnen Stellen das System insgesamt gestärkt haben.“
 
Am 2. September 2015 wurde vom Landtag ein Entschließungsantrag zum Umgang mit den nach Nordrhein-Westfalen geflüchteten Menschen beschlossen. Rund ein Jahr später zeigt der Bericht, dass die Landesregierung den an sie gestellten Forderungen nachgekommen ist und erhebliche Mittel investiert hat, um die Schulen mit zusätzlichen Ressourcen auszustatten. So wurden unter anderem von 2015 bis 2017 (Haushaltsentwurf, vorbehaltlich der noch ausstehenden Verabschiedung des Haushaltsgesetzgebers) insgesamt 7.343 zusätzliche Stellen für die Beschulung von zugewanderten Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt. Darin enthalten sind 1.500 zusätzliche Integrationsstellen für die Sprachförderung und interkulturelle Schulentwicklung. Auch in die Infrastruktur wurden Ressourcen gegeben und zum Beispiel die Kommunalen Integrationszentren mit 237 zusätzlichen Stellen (98 Lehrerstellen vom Schulministerium, 139 weitere Stellen vom Integrationsministerium) unterstützt. Jüngste Integrationsmaßnahme ist das neue Bildungsprogramm „Fit für mehr“, in dem sich ältere Jugendliche und junge Erwachsene an Berufskollegs bis zu einem Jahr lang sprachlich, mathematisch, kulturell und politisch-gesellschaftlich für ihren weiteren Bildungsweg vorbereiten können.
 
Schulministerin Löhrmann betonte: „Integrationsmaßnahmen sind ein Gewinn für alle Schülerinnen und Schüler. Die zusätzlichen Lehrerstellen zum Beispiel kommen nicht nur den neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen zu Gute, sondern der gesamten Schülerschaft.“ Neben den zusätzlichen Stellen, der gestärkten Sprachförderung oder den neuen und geöffneten Bildungsangeboten an Berufs- und Weiterbildungskollegs würden zusätzliche Investitionen – wie etwa in den Ganztag, in gemeinsames Lernen oder durch das zwei Milliarden-Schulprogramm „Gute Schule 2020“ – die interkulturelle Schulentwicklung und Chancengerechtigkeit zusätzlich stärken: „Die Integrationsmaßnahmen und Investitionen, die wir seit 2015 bereits auf den Weg gebracht und in das kommende Jahr 2017 hinein geplant haben, sind Ausdruck des herausragenden Stellenwerts, den diese Landesregierung der Bildung beimisst. Wir wollen gute und gerechte Bedingungen für alle Kinder und Jugendlichen, egal ob mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte.“
 
Die von der Landesregierung geschaffenen Rahmenbedingen seien jedoch nicht die einzige Voraussetzung für eine gelingende schulische Integration: „Das Engagement in den Schulen, von der Schulleitung und den Lehrkräften über die Eltern bis hin zum Hausmeister, kann gar nicht genug hervorgehoben werden. Durch sie wird die Integration vor Ort getragen. Mein Dank und Respekt gilt daher unseren Schulen in ganz NRW, die dafür sorgen, dass sich viele junge Menschen, die ihre Heimat und vielleicht sogar Angehörigen verloren haben, bei uns nicht nur willkommen, sondern auch schnell angekommen fühlen.“
 
Den Bericht des Schulministeriums mit den oben genannten sowie den zahlreichen darüber hinausgehenden Maßnahmen und Initiativen können Sie hier einsehen.

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