Heute über 7.000 Lehrerstellen mehr als 2010

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
9. Mai 2017

Ministerin Löhrmann: Wir haben heute über 7.000 Lehrerstellen mehr als 2010 - bei weniger Schülerinnen und Schülern

Die demografische Entwicklung zeigt im Schulbereich deutliche Spuren: In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit rund 200.000 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Lehrerstellen um über 7.000 an. Weitere 10.400 Stellen, wurden trotz der demografischen Entwicklung gezielt für die Qualitätsentwicklung, für pädagogische Innovationen und zur Verbesserung der Unterrichtssituation eingesetzt.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die demografische Entwicklung zeigt im Schulbereich deutliche Spuren: In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit rund 200.000 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Lehrerstellen um über 7.000 an. Weitere 10.400 Stellen, wurden trotz der demografischen Entwicklung gezielt für die Qualitätsentwicklung, für pädagogische Innovationen und zur Verbesserung der Unterrichtssituation eingesetzt.
 
Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte in Düsseldorf: „Jede Lehrerstelle kostet rund 50.000 Euro. Nordrhein-Westfalen investiert
inzwischen 17,9 Milliarden Euro in die Schulen, das sind rund vier
Milliarden Euro mehr als im Jahr 2010. Für diese massiven Investitionen hat sich die Landesregierung bewusst entschieden. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung des Schulkonsenses, der deutliche Ausbau des Ganztags sowie die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention und die Integration der zugewanderten Kinder und Jugendlichen.“
 
Im Haushaltsplan für das Jahr 2017 stehen knapp 160.000 Lehrerstellen. Davon sind rund 2.050 erst zum 1. August 2017 zu besetzen. Traditionell werden im Schulbereich Stellen nicht gleich zu Jahresbeginn benötigt. Die Schulhalbjahre beginnen jeweils am 1. Februar, bzw.
1. August eines Jahres. Im Landeshaushalt schlagen die benötigten Finanzmittel entsprechend anteilig zu Buche.
 
Die Zuwanderungszahlen sind zudem aktuell rückläufig; es werden also nicht alle für 2017 geplanten zusätzlichen Stellen tatsächlich benötigt. Insgesamt werden dafür zurzeit 570 Stellen nur auf Abruf bewirtschaftet, d.h. sie sind ein Puffer für mögliche weitere Zuwanderung. Die übrigen Stellen sind sofort besetzbar. Die gesamte Schulverwaltung arbeitet weiterhin mit Hochdruck daran gearbeitet, diese auch mit qualifiziertem Personal zu besetzen.
 
Derzeit gibt es in der Tat in bestimmten Fächern und Schulformen Engpässe bei der Stellenbesetzung. Dies gilt vorübergehend vor allem in den Grundschulen aufgrund der im Jahr 2009 beschlossenen Verlängerung des Grundschullehrerstudiums. Verschärfend für den Lehrerarbeitsmarkt wirkte sich ab 2015 die in dieser Höhe unvorhersehbare Zuwanderung aus, aufgrund derer der für die Grundschule prognostizierte Schülerzahlrückgang nicht eingetreten ist. Aufgrund weiterer Neueinstellungen hat sich aktuell die Personalausstattungsquote an den Grundschulen auf gut 102 Prozent verbessert. Sobald der vorübergehende Engpass an Nachwuchslehrkräften überwunden ist, wird sich die Personalausstattung an den Grundschulen auf 104 bis 105 Prozent im Durchschnitt einpendeln.
 
Die Landesregierung hat hier mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket reagiert, zu dem u.a. die vorübergehende Einstellung von pensionierten Lehrkräften gehört.
 
Ministerin Löhrmann sagte: „Diese Landesregierung hat einen deutlichen Schwerpunkt auf die Bildung gelegt. Diesem Anspruch sind wir gerecht geworden. Inzwischen geht nahezu jeder 2. Euro aus dem Landeshaushalt in die Bildung.“

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Die Zahl der Lehrerstellen ist seit 2010 von 152.762 auf 159.943 gestiegen. Das ist ein Plus von 7.181 Stellen. Außerdem hat die Landesregierung seit 2010 – trotz des Rückgangs der Schülerzahl von rund 2,75 Millionen Schülerinnen und Schüler auf rund 2,52 im laufenden Schuljahr – rund 10.400 Stellen in den Schulen belassen, die eigentlich aufgrund von zurückgehenden Schülerzahlen hätten abgebaut werden müssen.
 

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