Die psychologische Beratung und Unterstützung in Schulen wird ausgebaut

Stellvertetende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann
10. Mai 2017

Ministerin Löhrmann: Wir bauen die psychologische Beratung und Unterstützung in der Schule deutlich aus

Prävention und Krisenintervention

Das Schulministerium baut zum kommenden Schuljahr die psychologischen Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Schule weiter aus. Bei der Bezirksregierung Arnsberg wird die Landesstelle für Schulpsychologie und schulpsychologisches Krisenmanagement eingerichtet.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Das Schulministerium baut zum kommenden Schuljahr die psychologischen Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Schule weiter aus. Bei der Bezirksregierung Arnsberg wird die Landesstelle für Schulpsychologie und schulpsychologisches Krisenmanagement eingerichtet. Gleichzeitig wird die bei der Stadt Düsseldorf angesiedelte Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgebaut. Außerdem erhalten Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer neue Fortbildungsangebote, um Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in Konfliktsituationen besser unterstützen zu können. Die entsprechenden Erlasse wurden in diesen Tagen veröffentlicht.
 
Schulministerin Sylvia Löhrmann hob die besonderen Herausforderungen hervor, unter denen heute in Schule gelernt, gelehrt und gelebt werde. Schulen müssten sich mit einer Vielzahl von aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Als Beispiele nannte die Ministerin alle Formen des Extremismus und das Thema Cybermobbing. „Unsere Schulen sollen Orte des friedlichen Miteinanders und des gegenseitigen Respekts sein. Deshalb stärken wir die Schulpsychologie und professionalisieren die Ausbildung von Beratungslehrkräften. Sie sind im Schulalltag und in Krisensituationen wichtige Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler und alle anderen am Schulleben Beteiligten“, sagte Ministerin Löhrmann.
 
Die Landesstelle für Schulpsychologie und schulpsychologisches Krisenmanagement geht aus der bisherigen Arbeitsstelle für Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Arnsberg hervor. Kernaufgabe ist die landesweite Entwicklung und Durchführung von Fortbildungen und Supervisionsveranstaltungen. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Prävention und Intervention bei Gewalterscheinungen jeder Art. Mit dem Haushalt 2017 wurde die Personalausstattung von drei auf sechs Stellen verdoppelt.
 
Bereits im September 2016 hatte Ministerin Löhrmann eine enge Zusammenarbeit des Schulministeriums mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs verabredet. Nordrhein-Westfalen war das erste Land, in dem das gemeinsame Projekt „Schule gegen sexuelle Gewalt“ an den Start ging.
 
Die Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen wird ebenfalls ausgebaut und mit einer weiteren Lehrerstelle ausgestattet. Im Mittelpunkt der Arbeit der Landespräventionsstelle steht die Entwicklung von Konzepten gegen Cybermobbing. Sie bietet Schulen konkrete Unterstützung in diesem Bereich an.
 
Für Schülerinnen und Schüler in konkreten Konfliktsituationen sind Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer in der Regel die ersten Ansprechpartner. Ministerin Löhrmann betonte: „Die Krisensituationen werden vielschichtiger. Damit steigen die Anforderungen an Beratungslehrkräfte. Deshalb wollen wir die Kompetenzen von Beratungslehrkräften erweitern. Über ihre eigene Beratungstätigkeit hinaus wollen wir ihre ‚Lotsenfunktion‘ stärken. Wir wollen Sie durch entsprechende Fortbildungen in die Lage versetzen, bei Bedarf professionelle Unterstützungsangebote aus dem Umfeld der Schule zu vermitteln.“
 
Das neue Fortbildungsangebot informiert über die verschiedenen Hilfsangebote außerschulischer Partner beispielsweise aus den Bereichen Kinder und Jugendhilfe, Sozialhilfe, Kirche, Polizei. Das Schulministerium sorgt für eine wirksame Vernetzung und Koordination über eine Landesdezernentenkonferenz, an der sich die kommunalen Spitzenverbände, das Landeskriminalamt sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport beteiligen.
 
„Ich konnte mir in vielfältigen Krisensituationen vor Ort oder in Gesprächen mit Schulleitungen ein Bild von der hohen Professionalität und dem großen sensiblen Engagement der Krisenteams machen. Daher bin ich sehr froh, diese wichtige Arbeit mit zusätzlichen Ressourcen stärken zu können“, sagte Ministerin Löhrmann.

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