Ministerin Löhrmann und Minister Schneider beim Spitzengespräch zum Ausbildungskonsens

21. November 2012

Ministerin Löhrmann und Minister Schneider beim Spitzengespräch zum Ausbildungskonsens / Landesregierung setzt mit Hochdruck neues Übergangssystem von der Schule in den Beruf um - Sorge bereitet die niedrige Anzahl der Ausbildungsverträge

Beim heutigen Spitzengespräch des Ausbildungskonsens in Nordrhein-Westfalen haben die Partner aus Landesregierung, Wirtschaft, Kommunen und Arbeitsagenturen den derzeitigen Stand der Umsetzung des neuen Übergangssystems erörtert. Zwischen allen Partnern war die Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf vereinbart worden, die die Landesregierung mit lokalen Partnern umsetzt. „Wir sind dabei, das neue Übergangssystem mit Hochdruck jetzt in die Breite umzusetzen. 27.000 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 werden seit diesem Schuljahr systematisch an die Berufswelt herangeführt“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:

Beim heutigen Spitzengespräch des Ausbildungskonsens in Nordrhein-Westfalen haben die Partner aus Landesregierung, Wirtschaft, Kommunen und Arbeitsagenturen den derzeitigen Stand der Umsetzung des neuen Übergangssystems erörtert. Zwischen allen Partnern war die Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf vereinbart worden, die die Landesregierung mit lokalen Partnern umsetzt. „Wir sind dabei, das neue Übergangssystem mit Hochdruck jetzt in die Breite umzusetzen. 27.000 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 werden seit diesem Schuljahr systematisch an die Berufswelt herangeführt“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider.

Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte, dass Nordrhein-Westfalen als erstes deutsches Flächenland den Übergang von der Schule in den Beruf systematisch neu regelt: „Wir wollen Schülerinnen und Schülern einen reibungslosen Einstieg in Studium und Beruf ermöglichen. Unser Ziel ist, dass kein junger Mensch mehr einen Abschluss ohne Anschluss macht“. Mit einer systematischen Berufs- und Studienorientierung ab der 8. Klasse sollen Jugendliche über eigene Stärken und Talente sowie über mögliche Berufe informiert werden. Die fundierte Berufs- und Studienorientierung soll dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und Warteschleifen abzubauen. Die Landesregierung stellt hierfür im Endausbau rund 500 Lehrerstellen zur Verfügung.

Sieben Referenzkommunen setzen bereits Teile des neuen Übergangssystems um: Bielefeld, Borken, Dortmund, Mülheim, Aachen, der Rheinisch-Bergische Kreis und der Kreis Siegen-Wittgenstein. Weitere sieben kommen noch in diesem Jahr hinzu: Paderborn, Essen, der Oberbergische Kreis, Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen sowie der Rhein-Erft-Kreis. Bei weiteren 14 Städten und Kreisen ist der Einstieg kurzfristig geplant. Bis zum Schuljahr 2018/2019 soll dieses neue Übergangssystem flächendeckend eingeführt werden. Für 2013 stellt das Arbeitsministerium dafür rund 52 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung, z. B. für die kommunale Koordinierung des Übergangssystems, für die Berufsorientierung ab Klasse 8 oder die Berufseinstiegsbegleitung.

Zentrale Ziele dabei sind:

•         Jugendlichen Ausbildungsangebote zu machen, statt sie in Warteschleifen zu parken;
•         Betrieben die dringend gesuchten Fachkräfte bereit zu stellen;
•         weniger Ausbildungs- und Studienabbrüche durch eine bessere Berufsorientierung ab der 8. Klasse sowie durch gezielte Anschluss-Empfehlungen;
•         eine Reduzierung der bisherigen Maßnahmenvielfalt mit zu vielen Bildungsgängen und Fördermaßnahmen.

Sorge bereitet der Landesregierung dagegen die deutlich zurück gegangene Zahl der Ausbildungsverträge. „Trotz immer noch stabiler Konjunktur geht die Zahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in den Bereichen Industrie, Handel und Handwerk deutlich zurück“, so Schneider. „Eine ausreichende Anzahl an betrieblichen Ausbildungsplätzen und auch an Plätzen für Berufsfelderkundungen und Schülerpraktika ist zwingende Voraussetzung dafür, dass die Anstrengungen, die wir bei der Berufsorientierung und -vorbereitung der Jugendlichen unternehmen, letztlich auch in einer echten Ausbildungsgarantie für die ausbildungsreifen Jugendlichen fruchten können,“ betonten die beiden Minister. Hier sieht die Landesregierung die Wirtschaft gefordert, ihre Zusagen aus dem Umsetzungsbeschluss vom 18. November 2011 auch tatsächlich einzulösen und verstärkt Ausbildungsangebote zu machen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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