Mahnung für den Frieden

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
5. Juni 2015

Ministerin Löhrmann: Kriegsgräberstätten als Mahnung für den Frieden

Europaschule Dortmund erhält Gütesiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Die Europaschule Dortmund erhält für ihr Projekt „Namensziegel gegen das Vergessen“ das Gütesiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im Rahmen der Initiative „Bildungspartner NRW – Gedenkstätte und Schule“ unterzeichneten die Europaschule Dortmund, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine Kooperationsvereinbarung, um die jährliche Durchführung des Projektes dauerhaft sicherzustellen.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Justizministerium teilen mit:

Die Europaschule Dortmund erhält für ihr Projekt „Namensziegel gegen das Vergessen“ das Gütesiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im Rahmen der Initiative „Bildungspartner NRW – Gedenkstätte und Schule“ unterzeichneten die Europaschule Dortmund, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine Kooperationsvereinbarung, um die jährliche Durchführung des Projektes dauerhaft sicherzustellen. Schulministerin Sylvia Löhrmann lobte das Projekt im Rahmen einer Podiumsdiskussion: „Die Erinnerung an das Vergangene geschieht immer im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft. Sie ist Mahnung und Auftrag zugleich, sich für Demokratie und Menschrechte einzusetzen. Das Namensziegel-Projekt der Europaschule Dortmund zeigt, dass alle Beteiligten profitieren, wenn Schulen und außerschulische Bildungspartner sich vernetzen.“
 
Justizminister Thomas Kutschaty nahm als Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an der Podiumsdiskussion zum Thema „Erinnern für die Zukunft“ teil. „In wenigen Jahren werden uns im Wesentlichen nur noch Gräber- und Gedenkstätten sowie Gedenktage bleiben, mit deren Hilfe die Erinnerung an die Vergangenheit aufrecht erhalten werden kann und aufrecht erhalten werden muss“, so Thomas Kutschaty.
 
Mit dem Projekt „Namensziegel gegen das Vergessen“ will die Europaschule Dortmund den vielen anonymen Opfern des Nationalsozialismus ein Gesicht geben. Derzeit liegen 5.095 namenlose Verstorbene aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs auf dem Dortmunder Hauptfriedhof begraben, die meisten von ihnen waren sowjetische Kriegsgefangene sowie Zwangsarbeiterinnen und  Zwangsarbeiter. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 erarbeiten mithilfe von Personalkarten die Geschichte der Verstorbenen. Anschließend erstellen sie Namensziegel aus Ton und befestigen diese auf Holzstelen auf dem Friedhof, um den Opfern ihre Identität zurückzugeben. Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Kriegsgräberstätten haben in Deutschland ein dauerndes Ruherecht. Ihre Mahnung für den Frieden wird hoffentlich noch viele Generationen erreichen können, wenn wir ihnen eine Stimme und eine Geschichte geben. Dies versuchen die Kooperationspartner über das Projekt ‚Namensziegel gegen das Vergessen‘ zu erreichen.“
 
An Schulen mit dem Gütesiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gestalten Schülerinnen und Schüler das Schulklima aktiv mit. Gemeinsam mit den Eltern, Lehrkräften und anderen schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bekennen sie sich zu Toleranz und wenden sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung.
 
Die Initiative „Bildungspartner NRW“ systematisiert und erweitert Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Sie wird von der Medienberatung NRW in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung koordiniert. Als Bildungspartner verabreden Schulen und Gedenkstätten gemeinsame Lernangebote. Davon profitieren beide Seiten: Die Gedenk- und Erinnerungsstätten machen durch Projekte mit Schulen in der Region auf ihre Arbeit aufmerksam und werden für Kinder und Jugendliche zu einem vertrauten Lern- und Begegnungsort. Die Schulen erweitern ihre außerschulischen Lernangebote und erhalten Ideen, wie sie Orte, Ausstellungen oder Gedenktage an den Lehrplan anknüpfen können.
 
Weitere Informationen zur Initiative „Bildungspartner NRW – Gedenkstätte und Schule“ unter: www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de

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