Islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
22. Oktober 2015

Ministerin Löhrmann: Islamischer Religionsunterricht fördert den interreligiösen Dialog

Fachkongress in Berlin zum islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hatte als erstes Bundesland zum Schuljahr 2012/13 den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht als ordentliches versetzungsrelevantes Unterrichtsfach eingeführt.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat bei einem Kongress in Berlin zum islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen betont, dass das Fach sich gut entwickele. Die Tagung aus der Veranstaltungsreihe „NRW im Gespräch“ wurde gemeinsam vom Schulministerium und der Landesvertretung beim Bund ausgerichtet. Ministerin Löhrmann betonte: „Als wir vor drei Jahren mit dem islamischen Religionsunterricht gestartet sind, war noch nicht abzusehen, dass das Fach eine so breite Zustimmung erhalten würde. Zahlreiche Rückmeldungen aus den Schulen, von Schülerinnen und Schülern und auch vieler Eltern zeigen uns, wie sehr der islamische Religionsunterricht als Zeichen der Wertschätzung für den islamischen Glauben empfunden wird. Darüber freuen wir uns und arbeiten kontinuierlich daran, das Fach Schritt für Schritt weiter auszubauen.“

Nordrhein-Westfalen hatte als erstes Bundesland zum Schuljahr 2012/13 den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht als ordentliches versetzungsrelevantes Unterrichtsfach eingeführt – zuerst an den Grundschulen, ein Jahr später an den Schulen der Sekundarstufe I. Mit dem laufenden Schuljahr 2015/16 nehmen bereits rund 13.700 Schülerinnen und Schüler an insgesamt 176 Schulen am islamischen Religionsunterricht teil; über 200 Lehrkräfte haben die Lehrerlaubnis (Idschaza) erhalten. Auf dem Fachkongress wurde diese Entwicklung unter anderem in Fachvorträgen und Gesprächsrunden detailliert in den Blick genommen. An einer großen Podiumsdiskussion zu Chancen und Hindernissen hinsichtlich der Einführung des Islamischen Religionsunterrichts nahmen Esra Küçük (Gründerin und Leiterin der Jungen Islamkonferenz, Berlin), Prof. Haci Halil Uslucan (Universität Duisburg-Essen, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung), Prof. Mouhanad Khorchide (Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster) und Mehmet Soyhun (Vorsitzender des Beirats für den islamischen Religionsunterricht in NRW) teil.

Zur Frage, ob durch die hohen Zuzugszahlen vieler Schutzsuchender mit islamischem Glauben nun auch der islamische Religionsunterricht verstärkt ausgebaut werden müsse, erklärte Löhrmann: „Das Angebot des islamischen Religionsunterrichts orientiert sich am Bedarf und wächst schrittweise auf. So schließen wir also gewissermaßen automatisch die Zuwanderung mit ein, aber das Wachsen des Angebots einschließlich der Strukturen braucht auch Zeit. Und in dieser Hinsicht sind wir in NRW als Vorreiter sogar schon ziemlich weit: Unser Lehrplan ist die Grundlage für den in diesem Schuljahr gestarteten Modellversuch zum islamischen Religionsunterricht des Saarlandes.“

Die Ministerin betonte, dass es generell in der Flüchtlingsdebatte wichtig sei, den Sinn und Zweck sowie die Chancen und Grenzen des islamischem Religionsunterrichts richtig einzuschätzen und nicht mit den grundlegenden Integrationsmaßnahmen für Neuankömmlinge, wie zum Beispiel Integrations- oder Sprachkursen, zu verwechseln. Ministerin Löhrmann sagte: „Schülerinnen und Schüler erfahren es als Bereicherung, im Unterricht in deutscher Sprache über ihre Religion sprechen zu können. Davon können wichtige Impulse für Gespräche und Begegnungen über das Schulleben hinaus ausgehen, auch mit Blick auf die Integration. Der Ausbaustand des islamischen Religionsunterrichts ist allerdings nicht der gesellschaftliche Gradmesser für eine gelungene oder nicht gelungene Integration. Das Fach ist vielmehr Wertschätzung und Anerkennung für die vielen Muslime in unserem Land und trägt dadurch zum Zusammenwachsen unserer Gesellschaft bei.“

Weitere Informationen zum islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen finden Sie im Bildungsportal des Schulministeriums: www.schulministerium.nrw.de.
 

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