Besuch der Dokumentationsstätte „Stalag 326“

Porträtfoto von Schulministerin Sylvia Löhrmann
28. September 2016

Ministerin Löhrmann: Bildungspartnerschaften stärken die Erinnerungskultur in Nordrhein-Westfalen

Besuch der Dokumentationsstätte „Stalag 326“ mit Schülerinnen und Schülern

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat in Begleitung von rund 30 Schülerinnen und Schülern der Gymnasien Schloß Holte-Stukenbrock und Schloß Neuhaus die Dokumentationsstätte „Stalag 326 (VI K) Senne“ besucht. Das „Stalag 326“ war von 1941 bis 1945 ein deutsches Kriegsgefangenenlager in der Senne bei Stukenbrock. Die Dokumentationsstätte und die beiden Gymnasien haben eine Bildungspartnerschaft geschlossen.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat in Begleitung von rund 30 Schülerinnen und Schülern der Gymnasien Schloß Holte-Stukenbrock und Schloß Neuhaus die Dokumentationsstätte „Stalag 326 (VI K) Senne“ besucht. Das „Stalag 326“ war von 1941 bis 1945 ein deutsches Kriegsgefangenenlager in der Senne bei Stukenbrock. Die Dokumentationsstätte und die beiden Gymnasien haben eine Bildungspartnerschaft geschlossen. Ministerin Löhrmann betonte: „Bildungspartnerschaften zwischen Gedenkstätten und Schulen ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, die Erinnerungskultur ihrer Region kennen zu lernen. Am gesellschaftlichen Umgang mit der Vergangenheit aktiv mitwirken zu können, ist eine grundlegende demokratische Erfahrung für junge Menschen.“
 
Die Dokumentationsstätte „Stalag 326 (VI K) Senne“ (Stalag = kurz für Stammlager) befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers, in dem damals Kriegsgefangene aus der Sowjetunion die größte Interniertengruppe bildeten. Den verheerenden Lebensbedingungen im Lager – ungenügende Ernährung, Infektionskrankheiten und unzureichende medizinische Versorgung – fielen bis zu seiner Befreiung am 2. April 1945 Tausende Gefangene zum Opfer. Bis zu 65.000 Tote sind auf dem Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter in Stukenbrock-Senne begraben.
 
Bei ihrem Besuch gedachte Schulministerin Löhrmann mit den Schülerinnen und Schülern den Opfern, die  im Lager interniert wurden und dort ums Leben kamen. Im Anschluss diskutierten sie gemeinsam über das Thema „Erinnern für die Zukunft in der Migrationsgesellschaft“. Ministerin Löhrmann sagte: „Die Kooperation zwischen den Gymnasien Schloß Neuhaus und Schloß Holte-Stukenbrock mit der Dokumentationsstätte schafft Lernangebote, die ganz bewusst auch gegenüber Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte anschlussfähig sind. Die kritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen von Diktatur, Krieg und rassistischer Gewalt ist eine Voraussetzung für den Erhalt von Frieden und Demokratie in der Gegenwart.“
 
Zu den Aktivitäten im Rahmen der Bildungspartnerschaft gehören Theaterprojekte, die Rekonstruktion einer Lagerbaracke durch einen Modellbau, ein digitaler Rundgang durch das Lagergelände mit Hilfe der von Bildungspartner NRW bereit gestellten App „Biparcours“ sowie die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern an einem neuen Informationssystem für die kommunale Erinnerungskultur.
 
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